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Frohe und friedliche Weihnachten!

Liebe Leserinnen und Leser dieser Seite,

das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu und man schaut zurück. Fragt sich, was gut war und was schlecht. Ich habe im Laufe des Jahres manchmal beim einen oder der anderen von uns Resignation und Frust bemerkt und Klagen darüber, dass man sich überfordert fühle, nicht viel bewirke oder sich über Behörden und Politiker ärgere, die scheinbar Spaß daran hätten, uns engagierten Flüchtlingshelfern das Leben schwer zu machen.
Doch wir sollten mal genau hinschauen: Haben wir nicht auch in diesem Jahr wieder eine ganze Menge erreicht, auf das wir stolz sein können?  Zusätzlich zu den Cafés der Begegnung hat sich das Magazin Woche für Woche mittwochs zu einem weiteren Ort der Begegnung entwickelt, in dem nun auch Flüchtlinge mit anpacken und sich für ihre Sache engagieren. Wenn wir uns mit ihnen unterhalten, sollten wir nie vergessen, bei welchem sprachlichen Niveau wir mal angefangen haben vor etwas mehr als anderthalb Jahren. Integration hat stattgefunden! Wir können viele Beispiele vorweisen und wir haben einen großen Anteil daran.
Als das Magazin abzusaufen drohte und der Samtgemeinderat uns 12.000 € bewilligte, um es abzudichten, haben viele der Ratsmitglieder nicht geglaubt, dass man die „Schrottimmobilie“ damit dicht bekommen würde. Aber es gelang! Wir nutzen damit sinnvoll ein Gebäude, dass seit Jahren dem Verfall preisgegeben worden war und wir machen in ihm das, was eigentlich Aufgabe der Kommunen sein sollte. Seien wir doch ein wenig stolz darauf!

Durch die Beharrlichkeit und das unermüdliche Bemühen einiger konnten Familienzusammenführungen erreicht und unsinnige Abschiebungen verhindert werden, wir waren erfolgreich bei der Wohnungssuche und bei der Suche nach Praktikumsstellen und Jobs.

Und wir haben so ganz nebenbei in unserer dörflichen Gemeinschaft ein Netzwerk entwickelt, in dem Hilfsbereitschaft und die Unterstützung Bedürftiger das gemeinsame Anliegen ist. Die Motive sind dabei sehr unterschiedlich, es kann christliche Nächstenliebe sein oder auch das Engagement eines Atheisten, nur das Ergebnis zählt. Ich freue mich darüber, viele Menschen aus verschiedenen Orten des Papenteichs kennengelernt zu haben, die sich sozial engagieren und nicht nur an den eigenen Vorteil denken. Viele davon haben meine besondere Hochachtung für das, was sie für die Gemeinschaft leisten, es ist schwierig, hier Namen zu nennen, ohne ungerecht zu werden. Die Flüchtlingshilfe Papenteich ist für mich eine Bereicherung.

In diesem Sinne wünsche ich Allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr, Heinrich Lagemann.

Ein bisschen Schnee wäre jetzt noch ganz gut!