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Schicksale

Die Autorin

Frau Ingeborg Runge war „vor ewigen Zeiten“ – wie sie selbst sagt – Journalistin.  Sie lebte und arbeitete zunächst 1 Jahr in der Türkei und danach 5 Jahre im Iran und den umliegenden Ländern, daher kennt sie die dortige Kultur ganz gut. Später in den 70er Jahren war sie noch in Kenia und Tansania. Für unsere Website hat sie nun eine Reihe von Papenteicher Flüchtlingen interviewt, um im Rahmen der Serie „Schicksale“ über das „frühere Leben“ einiger Papenteicher Flüchtlinge zu berichten.

Die vorerst 11 Beiträge haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern geben das wieder, was unsere Schützlinge bereit sind, der Öffentlichkeit von sich preiszugeben. Eine große Rolle spielt dabei die Angst, dass Geheimdienste ihrer Heimatländer sie im Internet aufspüren könnten und daraus ihren Familien in der Heimat eine Gefahr erwachsen könnte. Das ist der Grund, weshalb wir bei vielen Flüchtlingen keine Fotos und Namen veröffentlichen.

Flüchtlingsschicksale

Wie jeder weiß, sind sehr viele Flüchtlinge in unser Land gekommen – meist aus uns fremden Kulturen. Für all die vielen deutschen Helfer ist die sprachliche Verständigung oft die am schwersten zu überwindende Hürde. Deshalb weiß man selbst nach vielen Monaten intensiver Betreuung oft wenig von den Schicksalen der Hilfesuchenden. Und für diese ist das Ankommen bei uns häufig wie ein Landen auf einem anderen Stern. Sie müssen nicht nur eine völlig fremde Sprache, sondern auch ein ihnen unbekanntes soziales Verhalten lernen – in der Familie und der Öffentlichkeit. Aber immerhin begegnet es ihnen ja täglich in ihrem „neuen Leben“ bei uns. Wir dagegen müssen uns in die Unwägbarkeiten des sehr begrenzten rein sprachlichen Austausches wagen, wenn wir etwas über das „alte Leben“ unserer Schützlinge erfahren wollen. Doch da einige mittlerweile schon ganz gut Deutsch gelernt haben, fangen wir nun einfach einmal an, sie nach und nach zu bitten  – natürlich auf freiwilliger Basis und in beidseitigem Vertrauen – uns etwas mehr von sich zu erzählen.

  • Hamid E. 9. März 2017
    Zum Auftakt unserer Serie Flüchtlingsschicksale stellen wir einen Iraner vor: Hamid E. Er sitzt in lebhaftem Gespräch zwischen anderen Flüchtlingen und Einheimischen im Begegnungs-Café des Katholischen Gemeindehauses in Meine, als ich ihm vorgestellt werde. Mit interessierter ...
  • Mansour A. 17. März 2017
    Im zweiten Beitrag in unserer Serie Flüchtlingsschicksale geht es um einen jungen Mann aus dem Sudan.  An jedem 4. Montag im Monat findet das „Café der Begegnung“ in den Gemeinderäumen der katholischen Kirche in ...
  • Moustapha K. 24. März 2017
    Es ist ein dunkelgrauer nasser Februartag hier in Meine, an dem ich Moustapha treffe. Er kommt von der Elfenbeinküste, und ich frage mich, ob er – zuhause nahe am Äquator –  ...
  • Ali B. 30. März 2017
    In diesem hageren jungen Mann begegnet mir ein ganz ungewöhnliches Flüchtlingsschicksal. Er heißt  Ali, ist jetzt 26 Jahre alt und stammt aus Isfahan im Iran. Dort leben noch seine Eltern sowie Bruder ...
  • Eine syrische Familie 7. April 2017
    Das Ehepaar:   H und N 34 Jahre alt ist H jetzt und stammt – wie seine Frau N, die 25 ist, aus Syrien. Sie scheinen dort zu den Privilegierten gehört zu haben. H ...
  • Zwei syrische Cousins 14. April 2017
      Muhannad   und   Ahmad Es ist ein wunderschöner Sonnen-Frühlingstag und die unermüdlichen deutschen Helfer haben liebevoll die Getränke und selbstgebackenen Kuchen rechtzeitig auf die Anrichte im katholischen Gemeindehaus gestellt, damit um 14:30 ...
  • Familie S. aus Syrien 22. April 2017
    Im Meiner „Magazin“, dort, wo alles gesammelt wird, was an Brauchbarem für die Flüchtlinge abgegeben wird und wo sie sich die Dinge jeden Mittwoch-Nachmittag ansehen und abholen können, schlägt mir ...
  • Abdalaah aus Damaskus 28. April 2017
    Der Krieg in Syrien ist bei uns allgegenwärtig –  in den Medien und im Alltag, denn um uns herum leben viele syrische Überlebende, die sich im Laufe der letzten fünf ...
  • Eine syrische Familie – geflohen vor dem IS-Terror 5. Mai 2017
    Diese junge syrische Familie scheint mir typisch zu sein für den Durchschnitt der traditionell geprägten Ehe-Gemeinschaften in der islamischen Welt des Vorderen Orients. Um die noch in Syrien lebenden Eltern, ...
  • Mahama und Alimatu A. aus Ghana 12. Mai 2017
    Hinter diesem jungen Ehepaar aus Ghana liegt ein Fluchtgrund ganz besonderer Art, ein Grund, der die Weltliteratur beschäftigt hat, so lange sie existiert, der jedem Menschen auf unserer Erde bekannt ...
  • Zwei Brüder aus dem Irak 17. Juni 2017
    Als letzten Beitrag in der Serie „Schicksale“ stellen wir hier zwei Brüder aus dem Norden des Iraks vor. Ihab und Amir A. sind aus Mosul zu uns geflohen, sie gehören zur ...