
Wir wussten nicht, wie viele den Weg ins ehemalige Gemeindezentrum finden würden und hatten auf etwa 50 Gäste gehofft. Aber es kamen viel mehr, so dass wir noch schnell alle Stühle zusammensuchen mussten, die wir auf der Kegelbahn als Reserve hatten.

12 Torten und Kuchen standen bereit und natürlich diverse Getränke.
Nachdem sich alle versorgt und ihre Plätze gefunden hatten, startete das Programm mit einem ersten Musikblock. Malte Winter am Keyboard zeigte sein Können nicht nur am Instrument, sondern auch durch professionellen Gesang.
Dann kam Rukiye auf die Bühne und nahm Platz im leuchtend roten Ohrensessel. Zusammen mit den Stehleuchten (alles übrigens Spenden von Papenteichern) wirkte das sehr gemütlich. Doch bevor Rukiye mit Auszügen aus ihrem Buch begann, schilderte sie zunächst eigene Erlebnisse aus ihrer Kindheit als Tochter von türkischen Gastarbeitern. Diese Zeit war alles andere als gemütlich und in dem Buch “Helga und Latife”, das erkennbar autobiografische Züge hat, spiegelten sich diese Erlebnisse wieder.

Nach einem zweiten Musik-Block erfuhren wir Zuhörer dann durch weitere Auszüge aus den 15 Geschichten des Buchs immer mehr Details aus den Leben von Helga und Latife und lernten dabei auch Einiges über Gastarbeiter und deren Leben.
Passend dazu erzählte die Autorin auch von ihrem letzten Arbeitstag, an dem sie am 30. Oktober in Gifhorn eine Veranstaltung zu Ehren der Gastarbeiterinnen mit organisiert hatte.
Im letzten Teil des Programms hieß es dann Abschied nehmen von unserer Gleichstellungsbeauftragten, die rund 3 Jahre unsere Arbeit tatkräftig und engagiert unterstützt hat und die wir sicherlich sehr vermissen werden.
