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Deutschunterricht für Geflüchtete

Die Flüchtlingshilfe Papenteich e.V. bietet ab sofort wieder ehrenamtliche Deutschkurse für Geflüchtete an.
Der Unterricht wird im Sachspenden Magazin in Meine und in einer Räumlichkeit in der Freikirche in Groß Schwülper durchgeführt.

Erste Unterrichtsstunde in Meine: 6 ukrainische Frauen und 2 Männer lernen Deutsch bei Tina und Kathrin

Folgende Termine werden angeboten:

Groß Schwülper: 
Montag und Mittwoch jeweils von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr

Meine: 
Montag von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr,
Dienstag von 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr,
Mittwoch von 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr, sowie von 16.30 Uhr bis 18.00,
Freitag von 9.00 Uhr bis 10.30 Uhr 

Wichtig: Es handelt sich um mehrere verschiedene Kurse und nicht um die Stunden eines einzelnen Kurses!
Für eine Teilnahme bitten wir um eine schriftliche oder telefonische Anmeldung unter:
info@fluechtlingshilfe-papenteich.de
Telefon: 01525 / 6228643

Unterrichtsmaterialien werden zur Verfügung gestellt.
Zum Schutz der Lehrenden und Lernenden und weil die Corona Zahlen immer noch recht hoch sind, werden die TeilnehmerInnen gebeten, Masken während des Unterrichts zu tragen. Beim Sprechen dürfen diese abgesetzt werden. Wir bitten die TeilnehmerInnen möglichst getestet zum Unterricht zu kommen. Darüber hinaus sind bitte die allgemeinen Verhaltensregeln zu Abstand und Hygiene eigenverantwortlich zu beachten. 

Wir freuen uns sehr auf die Anmeldungen und stehen für Rückfragen unter den o.g. Kontaktdaten gern zur Verfügung.

Martina Behrens

Aktuell gesucht

Folgende Dinge können wir gut gebrauchen:
– Wasserkocher, Föhne und Handrührgeräte
– Staubsauger
– Mikrowelle
– Wäscheständer
– saubere Matratzen, vor allem 200 cm x 140 cm
– Kopfkissen
– Buggys für Kleinkinder
Aktuell nicht mehr benötigt, weil jetzt reichlich vorhanden:
Bügeleisen, Kinderwagen, Kleidung für Erwachsene. Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Platzgründen manche Dinge ablehnen müssen.

Für die Sammelunterkunft des Landkreises in Ehra-Lessien wird gesucht:
– Duschgel, Shampoo, Seife
– Feuchttücher, Babynahrung, Waschmittel
– Teller, Besteck, Gläser, Tassen
– Föhne, Wasserkocher
Falls Sie solche Dinge abgeben können oder spenden wollen, können Sie sie direkt in Ehra abgeben. Wir nehmen sie aber auch und leiten sie weiter.

Möbel können wir nur begrenzt und nach Absprache annehmen, weil uns der Platz fehlt. Zurzeit suchen wir einen Kleiderschrank.



Trauma-Therapie für Kriegsflüchtlinge

Ab sofort können wir eine psychotherapeutische Sprechstunde zur Trauma- Bearbeitung anbieten. Wir wenden uns damit an Flüchtlinge jeden Alters, die durch Kriegsereignisse und/oder Flucht traumatisiert sind und dringend Unterstützung brauchen.
Ziel ist es, die Lebensfreude in der neuen, oft ungewohnten und fremden Umgebung zurückzugewinnen.

Der Therapeut ist Bernd Heise, 57 J. aus Meine. Der Bernd ist Heilpraktiker für Psychotherapie und ist ausgebildet …

  1. im Konzept Integrativer Methodik KIM nach Hanna Schumann https://www.konzept-integrativer-methodik.de/veröffentlichungen – das Video ist in der Ukraine gedreht und erklärt das Konzept.
  2. In Trauma-Therapie nach KIM
  3. In Entwicklungsnachholender Therapie nach KIM
  4. In Gesprächstherapie nach Carl Rodgers

Bernd spricht deutsch und englisch. Aus unserem Unterstützerkreis haben wir mit Anna Stock aus Estland die Möglichkeit auch eine Übersetzung in russischer Sprache anzubieten. Für weitere Sprachen bemühen wir uns im Bedarfsfall. Sonst bleibt zur Verständigung das Smartphone mit einem Übersetzungsprogramm – da richten wir uns ganz danach, was dem Klienten am liebsten ist.

Wer also Bedarf für sich oder seine Angehörigen sieht, melde sich gerne unter:  info@fluechtlingshilfe-papenteich.de oder Tel: 01525-6228643.
Die Sprechstunden finden bei uns im alten Gemeindezentrum Meine, Kiebitzmoor 2, statt.

KVHS-Ratgeber zum Asylrecht

Das Ehrenamtsportal der Volkshochschulen bietet eine Seite voller Themen an, die sich auf das Asylrecht und alle damit verbundenen Fragen beziehen.
Neben Antworten zu diversen Stichworten gibt es Materialien und Arbeitsblätter z.B. für Deutschunterricht.
Man kann sich im Portal registrieren oder auch ohne Registrierung nutzen.
Nutzung des Ehrenamtsportals

Frohe Weihnachten!

Liebe Leser,
es muss befürchtet werden, dass bezüglich der Pandemie noch einiges auf uns zu kommt, wo wir doch vor einem Jahr geglaubt haben, dass die Sache sich mit der Verfügbarkeit von Impfstoffen bald erledigt haben würde.
Das bedeutet wie in allen anderen Bereichen auch für unsere Arbeit auf absehbare Zeit weiterhin Einschränkungen, weniger Kontakte, weniger Treffen, kaum Gemeinschaftsunternehmungen. Und in den Medien bekommt eine lautstarke Minderheit eine Aufmerksamkeit, die sie eigentlich nicht verdient. Wer sich nur daran orientiert, der kann wohl den Mut verlieren.    
Doch ich möchte hier lieber von einigen positiven Dingen erzählen, die mit unserer Arbeit als Flüchtlingshilfe zusammenhängen. So werden uns nach wie vor von vielen Leuten Sachspenden angeboten, Gespräche bei diesen Anlässen zeigen immer wieder, dass wohl die meisten Menschen im Papenteich unsere Arbeit positiv bewerten. Als Eva Leis zu Beginn der Pandemie eine Spendenaktion zugunsten der Gifhorner Tafel initiierte, kamen in kurzer Zeit insgesamt mehr als 12.000 Euro zusammen. Ein Rest von 720 € wurde in den letzten Wochen durch Lebensmittelkäufe verbraucht.
Das Weihnachtspostamt ist in diesem Jahr ebenfalls in einem Maße durch Spenden unterstützt worden, wie wir es nicht erwartet hatten. Auf einen Bericht in der November-Ausgabe der Papenteicher Nachrichten meldeten sich viele Papenteicher Bürgerinnen und Bürger, die Geschenke spenden wollten. In drei Fällen haben sie selbst das Geschenk besorgt und liebevoll eingepackt, in den meisten Fällen wurden Geldbeträge in unterschiedlicher Höhe gespendet. Am Ende kamen so viele Spenden zusammen, dass das gesamte Weihnachtspostamt dadurch finanziert werden konnte. Es geht dabei um 49 Kinder und Jugendliche, denen wir zu Weihnachten jeweils ein Geschenk im Wert von etwa 25 € überreichen konnten.
Für diese großzügige Unterstützung danken wir ganz herzlich Corinna W. und Daniel B., Fam. Seurig, Fam. Brüggemann, Fam. Müller, Fam. Jünemann, Fam. Zander, Fam. Plack, Fam. Nadjib, Fam. Wendland und anonymen Spendern.
Rodolphe hat die Prüfung bestanden!
2019 hatte Rodolphe K., der aus der Republik Elfenbeinküste geflohen war, eine Ausbildung zum Verkäufer bei EDEKA in Meine begonnen. Der praktische Teil dieser Ausbildung machte ihm dabei keine großen Probleme, wohl aber der theoretische Teil in der Berufsschule. Mit kaufmännischen Fachbegriffen hat man verständlicherweise größere Schwierigkeiten, wenn man die Sprache noch nicht beherrscht, das andere größere Problem waren fehlende Grundlagen in der Mathematik. Kaufleute müssen nun mal rechnen können und zum Beispiel mit der Prozentrechnung vertraut sein. Doch Rodolphe lernte sehr zielstrebig, machte erkennbare Fortschritte und schaffte im November die schriftliche Prüfung, nachdem er kurz vorher auch in der mündlichen erfolgreich war. Wir freuen uns sehr mit Rodolphe und gratulieren ihm ganz herzlich zu diesem Erfolg, den wir ein klein wenig auch als Erfolg unserer Integrationsbemühungen sehen.

Für das zweite Corona-Weihnachtsfest wünsche ich nun Allen im Namen des Vorstands friedliche und schöne Feiertage.
Achten Sie  auf die Corona-Regeln, aber denken Sie nicht immer an sie. Und bleiben Sie vor allem gesund!  

Heinrich Lagemann

Corona-Regeln mehrsprachig

3G, 2Gplus, 2G, Booster, Hospitalisierung … – Steigen Sie noch durch?
Wie verwirrend müssen die sich ständig ändernden Regeln für diejenigen sein, die unsere Sprache noch nicht beherrschen!
Eine Hilfe kann da ein Ratgeber der Bundesbeauftragten für Migration sein, er ist in vielen Sprachen verfasst und über den folgenden Link erreichbar:
Wissenswertes über Corona in vielen Sprachen

Ratgeber in Rechtsfragen

Das Juraforum ist eine Online-Angebot für alle Rechtsfragen. Für uns sehr hilfreich sind dabei die Rechtsthemen, die sich auf Geflüchtete und Flüchtlingshelfer beziehen:
Ratgeber rund um Flüchtlingshilfe
Über das Juraforum werden natürlich auch viele kostenpflichtige Dienste angeboten, man sollte also jeweils prüfen, welche Hilfe man in Anspruch nimmt.

Rücküberstellung in ein anderes EU-Land

Die Flüchtlingshilfe Papenteich war mit dem Problem schon konfrontiert: Flüchtlinge sollen gemäß Dublin-Abkommen in das EU-Land abgeschoben werden, in dem sie erstmals innerhalb der EU registriert worden sind. Dieses Abkommen wird häufig nicht umgesetzt, und wenn doch, dann oft erst, nachdem der/die Geflüchtete sich in Deutschland bereits gut integriert hat. Die “Rücküberstellung” ist dann in der Regel sehr hart und für alle Beteiligten wenig sinnvoll.

Wie kann man sich wehren? Wie kann man helfen?

Dazu bietet das Raphaelswerk umfangreiches Informationsmaterial für unterschiedliche Länder in verschiedenen Sprachen an.

Der Verein “Raphaelswerk e.V.” ist ein eigenständiger Fachverband des Deutschen Caritasverbandes und berät schwerpunktmäßig Menschen, die Deutschland verlassen wollen oder müssen.

Corona: Erlass zur Arbeit der Ausländerbehörden

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie gibt es seit dem Frühjahr einen Erlass des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge “zur Entlastung der Ausländerbehörden”.
Die Diakonie hat uns eine gute Zusammenfassung dieses Erlasses zur Verfügung gestellt, die hier nachfolgend wiedergegeben wird:

1.       Verlängerungsanträge bei Aufenthaltstiteln

Hier soll bei Antrag (der auch formlos z.B. per Telefon oder E-Mail erfolgen kann) auf Verlängerung die Fiktionswirkung des §81 Abs.4 AufenthG gelten, also der bisherige Aufenthaltstitel bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde fortgelten. Eine Bescheinigung über die Fortwirkung muss nicht der üblichen Form der Fiktionsbescheinigung entsprechen, Unterschrift und Stempel sollen hier reichen.

Ausnahme: Schengen-Visa

2.       Verkürzung von Aufenthaltstiteln/Zweckfortfall

Das BMI weist hier leider darauf hin, dass Ausreisepflichten weiterhin vollzogen werden sollen, wo ein Aufenthaltstitel nicht verlängert werden kann. Dies soll auch bei Zweckfortfall, also z.B. gekündigten Arbeitsverhältnissen gelten! Bei tatsächlicher Unmöglichkeit der Ausreise sollen Duldungen erteilt werden.

3.       Bezug von Kurzarbeitergeld

Der Bezug von Kurarbeitergeld hat keine negativen Folgen für den Bestand von Aufenthaltstiteln.

4.       Inhaber von Aufenthaltstiteln im Ausland (§51 Abs.1 Nr.7 AufenthG)

Menschen mit Aufenthaltstitel in Deutschland, die sich aber gerade im Ausland befinden, und aufgrund der gestrichenen Reiseverbindungen nicht in der vorgesehenen 6-Monatsfrist zurückkommen können, sollen auf Antrag eine Fristverlängerung erhalten.

5.       Verlängerung von Schengen-Visa

Da die Fiktionswirkung (siehe Punkt 1) nicht für Schengen-Visa gilt, plant das BMI hier eine eigene Rechtsverordnung, die Inhaber von ablaufenden Schengen-Visa für eine begrenzte Zeit nach Ablauf vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit. Aktuell gilt aber weiterhin, dass eine Verlängerung nur nach persönlicher Vorsprache erfolgt. Der Antrag darauf kann aber per E-Mail gestellt werden.

6.       Umgang mit visumfreien Aufenthalten (länger als 90 Tage)

Menschen, die visumfrei einreisen dürfen, sollen nach Ablauf der 90 Tage wieder ausreisen. Wenn dies nicht möglich ist, soll auch hier die Fiktionswirkung gelten. Dafür muss auch ein Antrag bei der Ausländerbehörde gestellt werden (wieder formfrei per E-Mail oder Telefon).

7.       Verlängerung von Duldungen

Auch hier ist der „Vollzug des Aufenthaltsrechts“ zu gewährleisten, Verlängerungen von Amts wegen sollen nur in Einzelfällen zur Verfahrenserleichterung gemacht werden.

8.       Fachkräfteeinwanderung

Beschleunigte Fachkräfteverfahren für Personal in Gesundheits- und Pflegeberufen, Gesundheitsforschung und Transport im Warenverkehr sollen prioritär behandelt werden; gleichzeitig sollen für diese Berufsgruppen auch die Reisebeschränkungen der EU Kommission nicht gelten.

9.       Ausländerrechtliches Pass- und Dokumentenwesen

Persönliche Antragstellung sowie Abgabe der Fingerabdrücke sind für die Beantragung eines elektronischen Aufenthaltstiteln weiterhin notwendig. Für die Aushändigung kommen Alternativen in Frage, wenn die ABH keinen Schalterbetrieb mehr haben, z.B. können die eAT über andere Stellen ausgehändigt werden (z.B. Polizeidienststellen). Ist eine persönliche Antragstellung nicht möglich, kann solange die Fiktionsbescheinigung formlos beantragt werden.

Versand per Post sollte nur noch mit Einschreiben eigenhändig erfolgen, bei Passdokumenten am besten gar nicht. Hier sollte für die Zeit der Coronakrise eher auf die Zusendung eines Ausweisersatzes ausgewichen werden.

Den kompletten Erlass findet man unter

http://ggua.de/fileadmin/downloads/erlasse/Runderlass_BMI_Corona.pdf



Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen.

Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge bietet ein mehrsprachiges psychologisches Beratungstelefon an.
Dieses kann von Menschen in psychischen Belastungssituationen genutzt werden, z.B. von traumatisierten Flüchtlingen.

Die telefonischen psychologischen und psychosozialen Beratungsgespräche werden in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Russisch und Spanisch angeboten.

Telefonnummern und Zeiten der Erreichbarkeit:
Telefonische-Sprechzeiten-mehrsprachig