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Corona: Erlass zur Arbeit der Ausländerbehörden

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie gibt es einen neuen Erlass des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge “zur Entlastung der Ausländerbehörden”.
Die Diakonie hat uns eine gute Zusammenfassung dieses Erlasses zur Verfügung gestellt, die hier nachfolgend wiedergegeben wird:

1.       Verlängerungsanträge bei Aufenthaltstiteln

Hier soll bei Antrag (der auch formlos z.B. per Telefon oder E-Mail erfolgen kann) auf Verlängerung die Fiktionswirkung des §81 Abs.4 AufenthG gelten, also der bisherige Aufenthaltstitel bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde fortgelten. Eine Bescheinigung über die Fortwirkung muss nicht der üblichen Form der Fiktionsbescheinigung entsprechen, Unterschrift und Stempel sollen hier reichen.

Ausnahme: Schengen-Visa

2.       Verkürzung von Aufenthaltstiteln/Zweckfortfall

Das BMI weist hier leider darauf hin, dass Ausreisepflichten weiterhin vollzogen werden sollen, wo ein Aufenthaltstitel nicht verlängert werden kann. Dies soll auch bei Zweckfortfall, also z.B. gekündigten Arbeitsverhältnissen gelten! Bei tatsächlicher Unmöglichkeit der Ausreise sollen Duldungen erteilt werden.

3.       Bezug von Kurzarbeitergeld

Der Bezug von Kurarbeitergeld hat keine negativen Folgen für den Bestand von Aufenthaltstiteln.

4.       Inhaber von Aufenthaltstiteln im Ausland (§51 Abs.1 Nr.7 AufenthG)

Menschen mit Aufenthaltstitel in Deutschland, die sich aber gerade im Ausland befinden, und aufgrund der gestrichenen Reiseverbindungen nicht in der vorgesehenen 6-Monatsfrist zurückkommen können, sollen auf Antrag eine Fristverlängerung erhalten.

5.       Verlängerung von Schengen-Visa

Da die Fiktionswirkung (siehe Punkt 1) nicht für Schengen-Visa gilt, plant das BMI hier eine eigene Rechtsverordnung, die Inhaber von ablaufenden Schengen-Visa für eine begrenzte Zeit nach Ablauf vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit. Aktuell gilt aber weiterhin, dass eine Verlängerung nur nach persönlicher Vorsprache erfolgt. Der Antrag darauf kann aber per E-Mail gestellt werden.

6.       Umgang mit visumfreien Aufenthalten (länger als 90 Tage)

Menschen, die visumfrei einreisen dürfen, sollen nach Ablauf der 90 Tage wieder ausreisen. Wenn dies nicht möglich ist, soll auch hier die Fiktionswirkung gelten. Dafür muss auch ein Antrag bei der Ausländerbehörde gestellt werden (wieder formfrei per E-Mail oder Telefon).

7.       Verlängerung von Duldungen

Auch hier ist der „Vollzug des Aufenthaltsrechts“ zu gewährleisten, Verlängerungen von Amts wegen sollen nur in Einzelfällen zur Verfahrenserleichterung gemacht werden.

8.       Fachkräfteeinwanderung

Beschleunigte Fachkräfteverfahren für Personal in Gesundheits- und Pflegeberufen, Gesundheitsforschung und Transport im Warenverkehr sollen prioritär behandelt werden; gleichzeitig sollen für diese Berufsgruppen auch die Reisebeschränkungen der EU Kommission nicht gelten.

9.       Ausländerrechtliches Pass- und Dokumentenwesen

Persönliche Antragstellung sowie Abgabe der Fingerabdrücke sind für die Beantragung eines elektronischen Aufenthaltstiteln weiterhin notwendig. Für die Aushändigung kommen Alternativen in Frage, wenn die ABH keinen Schalterbetrieb mehr haben, z.B. können die eAT über andere Stellen ausgehändigt werden (z.B. Polizeidienststellen). Ist eine persönliche Antragstellung nicht möglich, kann solange die Fiktionsbescheinigung formlos beantragt werden.

Versand per Post sollte nur noch mit Einschreiben eigenhändig erfolgen, bei Passdokumenten am besten gar nicht. Hier sollte für die Zeit der Coronakrise eher auf die Zusendung eines Ausweisersatzes ausgewichen werden.

Den kompletten Erlass findet man unter

http://ggua.de/fileadmin/downloads/erlasse/Runderlass_BMI_Corona.pdf



Corona: Wiederbeginn der Schulen im Mai

Nachdem sich Bundes- und Länderregierungen am 15.04.20 auf die weiteren Regeln im Kampf gegen das Virus geeinigt hatten, wurden in den Ländern Details bezüglich des Wiederanlaufs des Schulunterrichts festgelegt. Sie sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.
Für Niedersachsen gelten laut Aller-Zeitung vom 17.04. folgende Regeln:

Das Wichtigste in Kürze:
– Klassen werden geteilt, um Sicherheitsabstand einzuhalten
– Abschlussklassen der Jahrgänge 10 und 13 beginnen am 27.04.
– Am 04.05. beginnt der Unterricht für die 4. Klassen
– Am 11.05. beginnt der Unterricht für die 12. Klassen
– Ab 18.05. folgen Schritt für Schritt die weiteren Klassen

15. April: Kontaktbeschränkungen gelten weiter!

In der lange vorher angekündigten Video-Konferenz der Bundes- und Landesregierungen hat man sich am 15.04.20 auf folgende weitere Vorgehensweise geeinigt:

  • Das Leben in Deutschland bleibt weiter stark eingeschränkt
  • Bund und Länder empfehlen das Tragen von Masken im Handel sowie im Öffentlichen Nahverkehr
  • Die Kontaktbeschränkungen werden mindestens bis zum 3. Mai verlängert (z. B. Mindestabstand 1,50 m)
  • Ab dem 4. Mai sollen in Deutschland die Schulen wieder schrittweise geöffnet werden, es gibt aber länderspezifische Besonderheiten
  • Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen ab Montag wieder öffnen
  • Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten. Was Großveranstaltungen sind, muss noch geklärt werden
  • Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen sowie Theater, Opern und Konzerthäuser bleiben geschlossen. Restaurants dürfen Essen zur Abholung und zur Lieferung anbieten
  • Deutsche sollen weiterhin auf private Reisen verzichten

Weitere Informationen, auch in anderen Sprachen werden auf dieser Seite in Kürze folgen, man beachte auch die Seite “Corona“, wo man viele Infos zu den bisherigen und den weiterhin gültigen Bestimmungen findet.

Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen.

Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge bietet ein mehrsprachiges psychologisches Beratungstelefon an.
Dieses kann von Menschen in psychischen Belastungssituationen genutzt werden, z.B. von traumatisierten Flüchtlingen.

Die telefonischen psychologischen und psychosozialen Beratungsgespräche werden in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Russisch und Spanisch angeboten.

Telefonnummern und Zeiten der Erreichbarkeit:
Telefonische-Sprechzeiten-mehrsprachig

Spendenaufruf für die Gifhorner Tafel

Wie auf dieser Website bereits mehrfach veröffentlicht, wollen wir die Gifhorner Tafel finanziell und logistisch unterstützen. Dazu bestellt die Tafel im Lebensmittelmarkt, was sie benötigt. Wir bezahlen die Waren und sorgen dafür, dass sie zur Tafel gebracht werden. Kooperationspartner sind bisher der REWE-Markt in Isenbüttel und der Lebensmittelmarkt Martin Prinzler  in BS-Wenden.
Mittlerweile haben beide Gifhorner Zeitungen dazu berichtet. Wir haben auch schon sehr viele Spenden erhalten, die ausschließlich für die Tafel verwendet werden. Vielen Dank!
Bei Spenden bis zu 100 € erkennt das Finanzamt den Kontoauszug als Beleg an, darüber hinaus stellen wir gern Spendenquittungen aus. (Adresse per mail oder im Verwendungszweck mit angeben)
Näheres dazu im nachfolgenden Spendenaufruf:

Aller-Zeitung online vom 20.03.20: Gifhorner Tafel

Corona: Informationen zur aktuellen Lage.

Infos rund um Corona

Wir werden an dieser Stelle laufend aktuelle Informationen anbieten, zum Teil in verschiedenen Sprachen.
Es ist ganz wichtig, diese Infos an Geflüchtete weiterzugeben.

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Sonntag, 03.05.20:

Nachdem am 29.04. Bundes- und Landesregierungen gemeinsame Beschlüsse gefasst haben, hat die niedersächsische Landesregierung in einer Presseerklärung am 30.04. folgendes veröffentlicht:

Ab Montag, 04.05.20: Friseursalons dürfen wieder öffnen. Dabei gelten unter anderem folgende Regeln:

  • Mitarbeiter und Kunden müssen Mund-Nasen-Bedeckungen tragen.
  • Haarewaschen im Salon ist bei jedem Kunden Pflicht.
  • Mitarbeiter tragen Einmalhandschuhe – bis nach dem Haarewaschen.
  • Kunden dürfen sich die Haare nicht selbst föhnen.
  • Verboten bleiben Rasuren und Bartschneiden.

Ebenfalls am 04.05. beginnt für die 4. Klassen der Grundschulen der Unterricht wieder.

Ab Mittwoch, 06.05.20:

  • Kirchen, Synagogen und Moscheen dürfen unter strengen Abstands- und Hygienemaßnahmen öffnen.
  • Spielplätze können wieder geöffnet werden!  Dazu folgen noch konkrete Regeln
  • In allen Bundesländern dürfen Museen, Ausstellungen und Galerien, Gedenkstätten sowie zoologische und botanische Gärten wieder öffnen.
  • Outdoor-Sportanlagen dürfen zu Trainingszwecken für alle Sportarten öffnen, bei denen ein Mindestabstand von 1,50 m sichergestellt werden kann.
  • Möglich sind auch Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren eigenen Fahrzeugen sitzen – wie etwa Auto-Kinos und Auto-Konzerte.
  • Geöffnet werden sollen zusätzlich zu den rein automatischen Autowaschanlagen nun auch solche, in denen Fahrzeugbesitzer am Reinigen der Autos selbst mitwirken.
  • Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper dürfen sich auch zu touristischen Zwecken wieder in ihren Wochenend- oder Feriendomizilen aufhalten.

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Donnerstag, 23.04.20:

Seit Wochenbeginn gibt es kleine Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus´, so dürfen weitere Geschäfte öffnen.
Gleichzeitig werden aber die Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Virusübertragung umso wichtiger.
Deshalb gibt es jetzt bundesweit eine Pflicht zum Tragen einer einfachen Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Supermärkten und Geschäften und öffentlichen Gebäuden. In ganz Niedersachsen gilt sie ab Montag, 27.04., in Wolfsburg bereits jetzt und in Braunschweig ab Samstag, 25.04.. Kinder unter 6 Jahre müssen keine Maske tragen.

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Freitag, 17.04.20:

Der Wiederbeginn des Schulunterrichts ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt, hier die aktuellen Regeln für Niedersachsen

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Mittwoch, 15.04.20:

In einer Video-Konferenz der Bundes- und Landesregierungen hat man sich am 15.04.20 auf die weitere Vorgehensweise geeinigt. Im Wesentlichen gelten die bisherigen Kontaktbeschränkungen weiter bis zum 3. Mai, es gibt nur wenige Lockerungen. So sollen kleinere Geschäfte wieder öffnen dürfen, auch der Unterricht in den Schulen wird schrittweise wieder aufgenommen. Mehr dazu: Aktuelle Regeln

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Montag, 06.04.20:

Unser Spendenaufruf für die Gifhorner Tafel hat zu einem großartigen Ergebnis geführt: Bis zum Wochenende sind mehr als 10.000 € auf dem Spenden-Konto eingegangen, zusätzlich zu dem Betrag von 1.000 €, den die Flüchtlingshilfe einbringt. Die Zeitungen berichten:

(In der gedruckten Ausgabe der AZ am Dienstag, 07.04.20)

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Freitag, 03.04.20:

Gestern hat die Zahl der an Corona-Infektionen gestorbenen Menschen in Deutschland die Zahl 1000 überschritten. In unserer Region war und ist besonders betroffen ein Altenheim in Wolfsburg.
Ein anderes wichtiges Thema sind die fehlenden Erntehelfer, aktuell für die Spargelernte. Hier können auch Geflüchtete helfen.
Falls jemand Interesse hat, als Erntehelfer zu arbeiten, bitte bei Eva Leis mit Namen, Aufenthaltsstatus, Wohnort  und Angaben zur Mobilität melden, um die Erreichbarkeit des Arbeitsorts zu prüfen.
Weitere Infos in einer E-Mail von Sabrina Wunsch (Stabsstelle Integration):

Auch die beiden Gifhorner Zeitungen berichteten bereits zu diesem Thema.

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Montag, 30.03.20:

Die Bundesregierung hat inzwischen bekannt gegeben, dass die momentan geltenden Kontaktverbote noch mindestens bis zum 19. April in Kraft bleiben werden.
Zusätzlich zu den auf dieser Seite bereits veröffentlichten Informationen (siehe auch: Corona) bietet der Landespräventionsrat Niedersachsen ein mehrsprachiges psychologisches Beratungstelefon an. Dieses kann von Menschen in psychischen Belastungssituationen genutzt werden, z.B. von traumatisierten Flüchtlingen.

Die telefonischen psychologischen und psychosozialen Beratungsgespräche werden in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Russisch und Spanisch angeboten.

Telefonnummern und Zeiten der Erreichbarkeit:

Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. (NTFN)

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Dienstag, 24.03.20:

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge empfiehlt folgende Links, die zu Informationen über Verhaltensregeln bezüglich des Coronavirus’ in unterschiedlichen Sprachen führen:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html 

https://b-umf.de/p/mehrsprachige-informationen-zum-coronavirus/ 

https://de.qantara.de/content/corona-infos-auf-arabisch-nachrichtenportal-fuer-fluechtlinge-gefragt 

Das BAMF selbst aktualisiert laufend die Meldungen auf seiner Internetseite.

Hinweis zur Auszahlung der Asylbewerberleistungsstelle:

Auszahlungen erfolgen per Überweisung oder per weißer Karte am Kassenautomaten. Bevor Sie am Zahltag zum Landkreis Gifhorn kommen, überprüfen Sie, ob die Leistung Ihnen auf Ihr Konto überwiesen worden ist.
Der Zutritt zum Gebäude und zum Kassenautomaten erfolgt nacheinander. Es ist auf einen ausreichenden Abstand untereinander im Bereich des Kassenautomaten sowie vor dem Gebäude zu achten.
Dringende Anliegen sind vorab telefonisch oder per E-Mail mit dem zuständigen Sachbearbeiter zu klären.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

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Montag, 23.03.20:

In Deutschland waren bis Sonntag mehr als 24 100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekanntgeworden. Mehr als 90 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.
In einer Konferenz der Bundesregierung mit den Landesregierungen wurden am Sonntag, 22.03.20 neue strengere Regeln beschlossen, die ab sofort für ganz Deutschland gelten:

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Samstag, 21.03.20:

Die Allerzeitung schreibt erneut über die Probleme der Tafeln und dabei auch über unsere geplante Unterstützung:

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Freitag, 20.03.20:

Flüchtlingshilfe Papenteich unterstützt Gifhorner Tafel
Wie vor zwei Tagen bereits angesprochen, trifft die gegenwärtige Situation besonders die Ärmsten in der Gesellschaft. Deshalb haben wir beschlossen, der Gifhorner Tafel bei ihrer wichtigen Aufgabe zu helfen.

Weitere Informationen im nachstehenden Spendenaufruf:

Außerdem werden voraussichtlich noch Fahrer gebraucht.

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Donnerstag, 19.03.20:

Vor einer Woche hat sich Sabrina Wunsch bei uns im Magazin vorgestellt, sie ist bei der Stabsstelle Integration des Landkreises für die Ehrenamtlichen zuständig. Heute hat sie sich per mail mit umfangreichen Infos gemeldet:

Die beiden wichtigsten Links aus der Mail von Frau Wunsch:

Zur Website: www.integrationsbeauftragte.de/corona-virus

Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de/presse/2020-13-jobcenter-und-arbeitsagenturen-arbeiten-weiter

Hinweis: Beachte auch die Infos vom 17.03.20 (weiter unten)

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Mittwoch, 18.03.20:

Einschränkungen wegen Corona trifft besonders die Bedürftigen
Mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit wird Deutschland von der Infektionswelle getroffen und die notwendigen Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung lähmen das öffentliche Leben und die Wirtschaft in einer Weise, die es in der Bundesrepublik noch nie gab. Die Auswirkungen treffen dabei im besonderen Maße die Ärmsten und die Hilfsbedürftigen, die unter anderem auf die öffentlichen Tafeln angewiesen sind.
In den heutigen Ausgaben der beiden Gifhorner Zeitungen wird darauf eingegangen. Die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen der Tafeln wird schwieriger, aber sie wollen weitermachen, es ist jetzt vielleicht notwendiger denn je.
Aller-Zeitung vom 18.03.20 Gifhorner-Tafel

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Dienstag, 17.03.20:

Die Ausländerbehörde in Gifhorn gibt bekannt, dass die Abteilung 3.2 (Allgemeine Hoheitsangelegenheiten) wie andere Abteilungen auch, bis auf Weiteres geschlossen bleibt. Bei dringenden Anliegen wird empfohlen, sich zunächst telefonisch, per E-Mail oder schriftlich mit den Mitarbeitern in Verbindung zu setzen. Wer jeweils zuständig ist, kann dem folgenden Organigramm entnommen werden:

Für die Information von Geflüchteten können die folgenden Schriftstücke hilfreich sein:

Magazin schließt wegen des Corona-Virus

Um die Ausbreitung des Corona-Virus möglichst zu verlangsamen, gilt ab sofort:
Das Magazin und die Fahrradwerkstatt bleiben bis auf Weiteres
geschlossen.
Damit entfällt auch der im Magazin mittwochs stattfindende
Deutschunterricht.
Auch die Ausländerbehörde ist geschlossen. Wer dennoch ein wichtiges
Anliegen hat, soll entweder erst einmal telefonisch mit dem jeweiligen
Sachbearbeiter sprechen oder per Mail Kontakt aufnehmen. Wer keine
E-mail-Adresse hat, wendet sich bitte an auslaenderstelle@gifhorn.de
Es wird dringend empfohlen, jeden sozialen Kontakt zu vermeiden,
der nicht unbedingt notwendig ist.

Wir bitten alle, diese Gegebenheiten den Flüchtlingen mitzuteilen, damit niemand vergeblich zur Ausländerbehörde fährt oder sich einem vermeidbaren Infektionsrisiko aussetzt.

Der Stammtisch am 19.03.20 wird abgesagt.


4 Jahre Website der Flüchtlingshilfe!

8. März 2020: Heute ist Weltfrauentag! Er wurde 1911 ins Leben gerufen, als Frauen in Deutschland und den meisten anderen Ländern noch nicht wählen durften. Seitdem hat sich zwar Vieles zum Guten verändert, aber es gibt immer noch viel zu tun, um überall eine Gleichstellung zu erreichen. Dies spielt auch bei unserem Engagement in der Flüchtlingshilfe eine Rolle.

Was hat das mit der Überschrift zu tun?
Heute ist noch ein anderer Jahrestag: Auf den Tag genau vor 4 Jahren ging diese Website online! 6 Tage vorher war am 2. März 2016 die große Zusammenkunft im Meiner Gemeindezentrum gewesen, die man als Geburtsstunde der Flüchtlingshilfe Papenteich ansehen kann. Dort wurde von Martin Pahl angeregt, eine Homepage einzurichten. 2 Tage später trafen sich Frederike und ich und legten eine Struktur fest. Sie, ihr Mann und ihr Bruder richteten in den nächsten 2 Tagen eine Domain ein und installierten die Website, die dann online war, bevor die Idee dazu eine Woche alt war! Ben kam hinzu mit viel technischem Know how, und zu dritt entwickelten wir in der Folge die Struktur weiter und füllten sie mit Inhalten.

Ich wünsche uns weiterhin viele Klicks, kritische Rückmeldung ist erwünscht. Loben müsst ihr uns nicht, das habe ich soeben ja schon selbst erledigt.
Heinrich Lagemann

Wird die Stadt Gifhorn “Sicherer Hafen”?

Nachdem im letzten Jahr 2 Versuche gescheitert sind, den Landkreis Gifhorn zu einem Sicheren Hafen zu machen, wie es mittlerweile weit mehr als 100 deutsche Kommunen und Kreise taten, gibt es jetzt eine neue Initiative im Rat der Stadt Gifhorn. Die Fraktionen der Grünen und der CDU haben angekündigt, einen entsprechenden Antrag einbringen zu wollen. Damit es nicht bei Ankündigungen bleibt und nicht mehr zu lange dauert, bis Taten folgen, hat sich Thomas Bollmann entschlossen, täglich vor dem Rathaus für den Sicheren Hafen zu demonstrieren. Die Allerzeitung vom Dienstag, 03.03.20 berichtete von seiner Aktion:

Thomas Bollmann, der sich seit Jahren für die Seenotrettung einsetzt und schon in vielen Fotoausstellungen die Schicksale geflüchteter Menschen thematisiert hat, freut sich bei dieser Aktion über alle, die sich mit seinem Anliegen solidarisieren. Auch die Gifhorner Rundschau berichtete nun über seine engagierte Aktion.

Angesichts der schlimmen Bilder von der türkisch-griechischen Grenze und den Zuständen auf den griechischen Inseln Samos, Lesbos und Chios wäre es gerade jetzt sehr wünschenswert, wenn sich mehr Europäer zu mehr Menschlichkeit durchringen könnten, statt sich mit immer mehr Stacheldraht und Tränengas zu verbarrikadieren.

Jahreshauptversammlung 2020

Zu unserer dritten Generalversammlung am Mittwoch, dem 26.02.20, kamen 21 Personen ins Magazin, darunter die Samtgemeinde-Bürgermeisterin Frau Kielhorn, die Meiner Bürgermeisterin Frau Heinsohn-Buchmann sowie die Kämmerin Frau Wieloch.
Wolfgang Stindl eröffnete die Versammlung und bat die Anwesenden um eine Gedenkminute für den im vergangenen Juli verstorbenen Martin Pahl.

Bericht der ersten Vorsitzenden Eva Leis:

Sie ging dabei auf die Flüchtlings-Situation im Landkreis und in der Samtgemeinde ein und berichtete von den Aktivitäten der Flüchtlingshilfe.

Eva Leis beim Vortragen des Jahresberichts.

Zur Situation im Landkreis:

  • 2019 wurden dem Landkreis 348 Asylbewerber und Asylbewerberinnen zugewiesen, 77 Personen wurden zurückgeführt, darunter 25 Abschiebungen, 48 freiwillige Ausreisen, 4 Dublin-Überstellungen
  • Gesamtzahl ausländischer Mitbürger und Mitbürgerinnen in Landkreis: 12.270 (Stand 1.12.19), davon haben 1297 Personen Leistungsanspruch nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
  • 842 Personen davon sind im laufenden Asylverfahren / Gestattung, 455 Personen sind vollziehbar zur Ausreise verpflichtet und haben eine Duldung
  • Interessant ist ein Blick auf die Herkunftsländer: mehr als 25 Länder sind vertreten, am stärksten die Elfenbeinküste mit 14 % Anteil, gefolgt von Irak, Afghanistan und Sudan. Syrien kommt erst an 10. Stelle. Aber es geht ja auch um Asylbewerber, nicht mehr um diejenigen, die bereits anerkannt sind und zum großen Teil schon selbst ihren Lebensunterhalt erarbeiten.  (Stand 01.12.2019)

Aktivitäten im Magazin:

  • Fahrradwerkstatt und Spendenausgabe nach wie vor mittwochs von 16-18 Uhr
  • Dieser Termin ist gleichzeitig Begegnungstreff, mit Hilfen bei Formularen, Besprechen von Problemen und individuelles Deutschlernen, besonders für Frauen. Hier können wir noch Hilfe gebrauchen, auch für die Betreuung der Kinder (spielen, malen, basteln)
  • Helferstammtische (nicht im Magazin) alle 2 Monate ersetzen die früheren Kernteamtreffen.
  • Dienstags von 16:30 bis 18:30 Hausaufgabenhilfe, gesucht: weitere Unterstützung, z.B. durch Schülerinnen und Schüler.
  • Donnerstags trifft sich das Magazin-Team zum Sortieren und Räumen
  • Die Spendenannahme an jedem 1. Donnerstag im Monat bleibt bis auf weiteres gestoppt.

Das alte Meiner Gemeindezentrum:

Für seinen Erhalt hatten wir uns 2019 sehr eingesetzt. Nun konnte Frau Kielhorn dazu Positives berichten: Das Gebäude war kürzlich genauer überprüft worden und weder bei der Brandschutzbegehung noch durch den Statiker wurden gravierende Mängel festgestellt. Für den Brandschutz sind alle Auflagen inzwischen erfüllt, ein Riss im Mauerwerk des Eingangsbereichs zu den Zuschauertribünen der Sporthalle lässt sich mit vertretbarem Aufwand beheben. Nötig ist außerdem noch ein Nutzungsvertrag zwischen Landkreis und Samtgemeinde, um das Gebäude für die nächsten Jahre erhalten und nutzen zu können. Damit sieht es gut aus für unsere weitere Arbeit.

Betreuung von Flüchtlingen:

Auch 2019 ging es schwerpunktmäßig um die Integration in den Arbeitsmarkt. Das bedeutete für die Helfer unter anderem, Ausschau nach geeigneten Jobs oder Ausbildungsstellen zu halten und bei Bewerbungen und Schriftverkehr zu helfen. Mehrere Männer haben inzwischen die Führerscheinprüfung geschafft, in mehreren Fällen unverzichtbare Voraussetzung, um am frühen Morgen die Arbeitsstätte zu erreichen

Ein anderes Schwerpunktthema war die Wohnungssuche, insgesamt 9 Umzüge inklusive Formalitäten und meistens auch Ausstattung der Wohnungen wurden von den Ehrenamtlichen begleitet.

Besondere Aktivitäten , z.T. mit Öffentlichkeitswirkung:

  • Boßeln am Maifeiertag
  • Teilnahme an der Aktion „Sicherer Hafen Landkreis Gifhorn
  • Weltflüchtlingstag im Juni: Große rote Zahlen auf dem Marktplatz zeigen, wie viel Menschen aktuell auf der Flucht sind.
  • Tag der offenen Tür Ende September, sehr gut besucht und sehr stimmungsvoll
  • Weihnachtsfeier und Weihnachtspostamt Mitte Dezember, mehr als 40 Kinder freuen sich über Geschenke.

Außerdem:
Neu in 2020 ist ein monatliches Frauenfrühstück, das bisher einmal stattfand. Neue Ideen gibt es auch für den Deutschunterricht.

Bericht des Kassenwarts:
Wolfgang Stindl erläuterte alle Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres. Es gab drei Großspenden und viele kleine, die für einen erfreulichen Kassenstand gesorgt haben, mehr als 90 % der Einnahmen sind Spenden. Mit dem Geld konnten Darlehen und Zuschüsse finanziert, schwerpunktmäßig auch der Erwerb von Führerscheinen finanziell unterstützt werden. 

Bernhard Voß konnte anschließend für die Kassenprüfer eine ordnungsgemäße Buchführung bescheinigten und empfahl die Entlastung des Vorstands.
Diese Entlastung wurde dann auch einstimmig erteilt.