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Wir laden ein zum Tag der offenen Tür

Es ist jetzt 4 Jahre her, dass die Kanzlerin Frau Merkel jenen berühmten Satz sagte: “Wir schaffen das.” Ein halbes Jahr später haben wir damit begonnen, durch unsere Arbeit den Flüchtlingen im Papenteich zu helfen. Seit rund 3 Jahren nutzen wir dazu auch das alte Meiner Gemeindezentrum, das dadurch zu einem mittlerweile gut gefüllten Sachspendenmagazin und einer Begegnungsstätte geworden ist.

Diese 3 Jahre intensiver Integrationsarbeit mit vielen vorzeigbaren Erfolgen sind Anlass für uns, zu einem Tag der offenen Tür einzuladen. Wir möchten am Sonntag, den 29. September feiern und laden dazu alle Helfer, alle Geflüchteten, aber auch alle anderen interessierten Menschen ein. Näheres auf dem nachstehenden Flyer:
Flyer: Tag der offenen Tür

Formularhelfer und Repair-Café

An dieser Stelle möchte ich auf 2 neue Infos aufmerksam machen:

  1. Formularhilfe nun durch die Gleichstellungsbeauftragte Frau Hoffmann. –> Formularhilfe im Papenteich
  2. In Meinersen gibt es jetzt ein Repair-Café. –> Repair-cafe-in-meinersen/

Bis auf Weiteres keine Spendenannahme mehr!

Ab sofort gibt es keinen Spendenannahmetermin mehr (bisher an jedem 1. Donnerstag im Monat).
Seit rund 3 Jahren freuen wir uns über eine große Fülle an Sachspenden von z.T. sehr guter Qualität, wir konnten sehr vielen Flüchtlingen damit helfen, oft kamen auch Geflüchtete zu uns, die außerhalb des Papenteichs wohnen.
Wir danken daher allen Papenteichern ganz herzlich, die uns all die schönen Sachen gebracht haben und mit denen das Spendenmagazin nun gut gefüllt ist.
Doch dessen Zukunft ist ungewiss. Voraussichtlich wird der Landkreis in 2020 das Gebäude abreißen lassen. Für uns ist bisher keine Alternative in Sicht, so dass wir nicht wissen, wo wir dann die Sachen lassen können. Dies gilt auch für unsere Fahrradwerkstatt.
Vom Stopp der Spendenannahme unberührt ist die Spendenausgabe. Nach wie vor werden wir jeden Mittwoch von 16:00 bis 18:00 das Magazin öffnen und laden alle Bedürftigen (nicht nur Flüchtlinge) ein, das Magazin als Begegnungsstätte kennenzulernen und gegebenenfalls das eine oder andere Stück aus unserer Sammlung gegen eine kleine Spende mitzunehmen.

Wir wollen “Sichere Häfen”!

Das mutige Handeln der “Seawatch 3”-Kapitänin Carola Rackete und die fragwürdige Reaktion des italienischen Innenministers Salvini haben Bewegung in die Diskussion um den richtigen Umgang mit Flüchtlingsbooten im Mittelmeer gebracht.
Obwohl nach Angaben der UNHCR im Jahre 2019 bereits mehr als 500 Menschen im Mittelmeer ertrunken sind, gibt es auch in Deutschland Leute, die so wenig Empathie besitzen, dass sie die Seenotrettung im Mittelmeer verurteilen und eine Bestrafung der Kapitänin befürworten. Sie melden sich vermehrt in Leserbriefen und im Internet zu Wort.
Doch es gibt auch andere Reaktionen, die hoffen lassen. So haben sich bundesweit bereits mehr als 70 Kommunen und Landkreise der Aktion “Sichere Häfen” angeschlossen, unter anderem in unserer Nachbarschaft Braunschweig und Wolfenbüttel. Auch in Peine wurde der Antrag gestellt. Es geht darum, zu zeigen, dass uns Europäern das Schicksal von verfolgten und durch existenzielle Armut bedrohten Menschen nicht gleichgültig ist. Die Kommunen können z.B. aktiv die Seenotrettung unterstützen oder sich für eine freiwillig erhöhte Aufnahmequote entscheiden.
Mehr zur Aktion “Sicherer Hafen”:
https://seebruecke.org/startseite/sichere-haefen-in-deutschland/

Im April 2019 war ein entsprechender Antrag der Grünen im Kreistag aus formalen Gründen gescheitert. Nun hat der Vorstand der Flüchtlingshilfe Papenteich in einem offenen Brief den Kreistag und den Landrat, Herrn Dr. Ebel, aufgefordert, sich der Aktion “Sichere Häfen” anzuschließen.
Die Allerzeitung hat am Mittwoch, den 12. Juli diesen offenen Brief thematisiert, dieser Brief und der Artikel sind hier nachfolgend nachzulesen:

Das Magazin legt eine Sommerpause ein.

In den Sommerferien werden auch das Magazin und die Fahrradwerkstatt eine Pause einlegen. Letztmalig haben wir am 03.07. geöffnet, danach im Juli nicht mehr.
Erst am 07.08. sind wir wieder da!

Unabhängig davon ist die Spendenannahme am 04.07. und am 01.08. zu den üblichen Zeiten geöffnet.

Weltflüchtlingstag 2019

Rote Zahlen auf dem Meiner  Marktplatz

Wer am Donnerstag, den 20. Juni in der Meiner Mitte unterwegs war, konnte sicher die große aufgestellte Zahl auf dem Marktplatz nicht übersehen. Mit einer Höhe von 115 cm und einer Gesamtbreite von etwa 650 cm stachen die signalroten 69 000 000 schon von weitem ins Auge. Zur Hälfte bestückt mit Kuscheltieren, Barbie, Windeln Socken und allerlei Spielsachen lockte das Holzgebilde etliche Neugierige an… und genau das war der Plan!

Eine Zahl, die zum Nachdenken anregen soll!

Neben vielen Menschen, die zufällig vorbei kamen und interessiert stehen blieben, bekamen wir auch Besuch von 2 Schulklassen der Meiner Grundschule, was uns besonders freute. Auch die Samtgemeindebürgermeisterin Frau Kielhorn, die Gleichstellungsbeauftragte Frau Hoffmann sowie die Kämmerin der Samtgemeinde Frau Wieloch ließen es sich nicht nehmen ebenfalls persönlich vorbei zu schauen.

Schüler der Grundschule Meine mit ihren Lehrkräften

Die Aktion sollte darauf aufmerksam machen, dass  es 2018 laut UN-Flüchtlingswerk UNHCR weltweit fast 69 Millionen Flüchtlinge, Asylsuchende und Binnenvertriebene gab. Tendenz weiter steigend. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder, das symbolisierten die Spielsachen.

In vielen Gesprächen erfuhren wir, dass diese traurige Tatsache den meisten Menschen nicht bewusst war. Viele positive Rückmeldungen, sowohl zu der Kampagne als auch ganz allgemein bestärken uns in unserer ehrenamtlichen Arbeit.

Dabei schien die Realisierung unserer Idee für den diesjährigen Weltflüchtlingstag zunächst aufgrund der allgemeinen Urlaubszeit fast aussichtslos zu sein. Doch just in dem Zeitraum wurde Herrn Seehofers „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ beschlossen. Die 21-jährige Studentin Maike Leis war darüber so entsetzt, wie Menschen, die bereits unfassbares Leid erleben mussten hier in Deutschland behandelt werden sollen (z.B. Abschiebehaft in normalen Gefängnissen), dass für sie das Fass nun überlief. Sie fasste den Entschluss, diese Idee doch noch passend zum diesjährigen Weltflüchtlingstag umzusetzen. Sie sägte alle Zahlen aus, lackierte und beklebte sie. Schön, dass junge Menschen Dinge kritisch hinterfragen und sich einmischen!

Im Hintergrund: Maike Leis

Liebe Leserinnen und Leser dieser Seite, wenn auch Sie Lust darauf haben, sich zu engagieren, bei uns sind Sie herzlich willkommen.

Berichte in den regionalen Zeitungen:

Weitere Fotos:

Die Fakten
Hinter den Kulissen
Unsere Kinder haben davon im Überfluss, …
Auch Hans-Georg Reinemann war da, hier im Gespräch mit Maike

Warum muss das alte Gemeindezentrum abgerissen werden?

Die Kreisverwaltung plant den Abriss des Magazins für 2020. Man erkennt dort offenbar leider nicht, wie wichtig dieses Gebäude für unsere Arbeit und damit für die Integration geflüchteter Menschen ist.

Eva, Tina und Doro hatten auf einen entsprechenden Artikel in der Gifhorner Rundschau mit einem sehr überzeugenden Leserbrief reagiert, den die Zeitung auch am 4. Juni in voller Länge veröffentlichte.  Zu diesem Leserbrief nahm nun am 7. Juni der Erste Kreisrat Thomas Walter nochmals Stellung, indem er auf den Zustand des Gebäudes verwies. Nachfolgend die beiden Zeitungsveröffentlichungen:

19_06_04 GR Leserbrief Eva Leis

19_06_07 GR Stellungnahme Kreisrat Walter  

Termine

Ergänzend zu den Angaben im Terminkalender möchte ich an dieser Stelle auf einige Besonderheiten extra hinweisen

  • Am Mittwoch, 1. Mai bleiben das Magazin und die Fahrradwerkstatt geschlossen. Stattdessen laden wir ein zu einer Boßeltour durch die Umgebung von Meine

Details zu allen Terminen im Terminkalender!

Das alte Gemeindezentrum sieht wieder aus wie neu!

Na, ja, fast jedenfalls!
Die Reinigung der Fassade, die am 27.02.19 abgeschlossen wurde, lässt das Gebäude auf jeden Fall in einem ganz anderen Licht erscheinen. Wenn dann erst einmal die Sträucher und Bäume wieder grün sind, wird das Bild noch freundlicher werden.

Die Sporthalle sieht dagegen schon wieder fast ein wenig schmutzig aus. Und schmutzig geblieben ist auch die alte Kegelbahn. Da ist es ganz gut, dass sie ein wenig hinter den Büschen verborgen bleibt.

 

Jahreshauptversammlung 2019

Am 27.02.2019 fand im alten Gemeindezentrum Meine unsere diesjährige Generalversammlung statt. Mit 21 Personen war etwa die Hälfte der Vereinsmitglieder anwesend. Besonders begrüßt wurden die Samtgemeindebürgermeisterin Ines Kielhorn sowie Britta Herbig vom RethenTheater, die mit einem Spendenscheck über 1000 € gekommen war. Gemeinsam mit Hubert Schwaninger, der ja auch gleichzeitig Mitglied unseres Vereins ist, wurde dieser Scheck an den Vorstand überreicht. Es handelt sich um einen Überschuss aus den Aufführungen der Komödie „Natürlich gibt es Engel“ in Vordorf vom September 2018. Die engagierte Theaterspielgruppe unterstützt auf diese Weise jedes Jahr Projekte der Region, außerdem hat sie die Patenschaft für eine Flüchtlingsgruppe in Rethen übernommen.

Britta Herbig von RethenTheater überreicht den symbolischen Scheck

Im Jahresbericht von Eva Leis wurde deutlich, wie viel sich auch 2018 wieder ereignete. Zwar hat sich die Zahl der Flüchtlinge im Papenteich nicht sehr geändert, aber es gab mehrere Familienzusammenführungen, jedes Mal verbunden mit viel Bürokratie und Behördengängen. Einige Flüchtlingswohngemeinschaften wurden aufgelöst, es mussten neue Wohnungen gefunden und die damit verbundenen Formalitäten erledigt werden.
Ein dritter Bereich, der die Ehrenamtlichen in 2018 sehr beschäftigt hat, war die Integration in den Arbeitsmarkt. Etliche Geflüchtete haben Minijobs neben ihren Sprachkursen, mehrere sogar Vollzeitjobs. In zwei Fällen besteht ein Ausbildungsverhältnis. Daneben konnten Praktikumsplätze gefunden werden. Es hätten noch mehr sein können, doch leider wurde in etlichen Fällen von der Ausländerbehörde keine Arbeitserlaubnis erteilt.
Deutlich wurde in den Ausführungen von Eva Leis auch die Wichtigkeit des alten Gemeindezentrums nicht nur als Sachspendenmagazin, sondern auch als Begegnungsstätte. Woche für Woche wird es intensiv genutzt für Spendenausgabe, Deutschunterricht, Workshops, Teamsitzungen, Spielenachmittage und anderes mehr.


Kassenwart Wolfgang Stindl konnte in seinem Bericht für 2018 auf einen ausgeglichenen Haushalt verweisen, die Einnahmen stammen überwiegend aus Spenden.
Bei den turnusgemäßen Wahlen wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Außerdem wurden 3 Kassenprüfer gewählt.
Frau Kielhorn ging in ihrem Grußwort auch auf die Zukunft des alten Gemeindezentrums ein, sie wies auf die Zuständigkeit des Landkreises hin und stellte in Aussicht, dass dieser das Gebäude in den nächsten 18 Monaten noch bestehen lassen würde. Mittlerweile ist die Fassade auf Kosten der Samtgemeinde mit Hochdruckreinigern gesäubert worden, so dass das Magazin optisch wieder gut zur angrenzenden Sporthalle passt.
Aus der Versammlung heraus wurde kritisiert, dass durch die Verwendung von Begriffen wie „Schrottimmobilie“ in der Öffentlichkeit ein falscher Eindruck vom Wert und den Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes entstehen könnte. Wir sind jedenfalls sehr froh und dankbar für die Möglichkeiten, die wir derzeit haben und die sicherlich im Landkreis ihresgleichen suchen.

Für besonderes Engagement wurden Lothar Matussek und Hans-Georg Reinemann mit kleinen Präsenten belohnt.

Lothar hat sich besonders um die Integration in den Arbeitsmarkt gekümmert

Schorse Reinemann hat sich besonders um die Außenansicht des Magazins gekümmert

Britta Herbig mit dem Scheck

Berichterstattung in den Gifhorner Zeitungen:

      Allerzeitung vom 02.03.19

      Gifhorner Rundschau 05.03.19