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Frauenfrühstück im Magazin

Die Idee, ein Treffen nur für Frauen zu etablieren, reifte bereits im vergangenen Jahr. Am 13. Februar war es nun soweit.

Häufig haben geflüchtete Frauen aufgrund ihrer Mutterrolle viel weniger soziale Kontakte und schlechtere Chancen einen Deutschkurs zu besuchen oder gar zu arbeiten, als die Männer. Mit individuellem Deutschunterricht unterstützen unsere ehrenamtlichen Lehrkräfte die Papenteicher Flüchtlingsfrauen schon seit vielen Monaten. Während die Männer mittwochs zur Öffnungszeit auf einen Kaffee ins Magazin kommen und die Kinder spielen oder basteln, lernen die Frauen in Kleingruppen (häufig ist es sogar 1:1-Betreuung) fleißig Deutsch.

Mit dem „Frauencafé“ rücken wir nun erneut die Mütter in den Mittelpunkt und erweitern unser Angebot. Dass die Frauen große Fortschritte machen, zeigte sich bei der Vorstellungsrunde. Neben Name und Wohnort sollten alle ein paar Sätze von sich erzählen. Das sorgte nicht nur für tolle Stimmung, sondern es klappte auch ausgesprochen gut, sodass die Frauen sichtlich stolz waren und das Frühstücken schon fast zur Nebensache geriet.

Wir freuen uns schon auf unseren nächsten gemeinsamen Termin im März, für den wir bereits ein neues spannendes Thema im Blick haben, um unsere Schützlinge aus der Reserve zu locken und zum Sprechen zu motivieren. Natürlich wird es auch dann wieder einen hübsch gedeckten Frühstückstisch geben…

Erstes Frauenfrühstück am 13. Februar 2020

Mit folgenden Terminen soll es weitergehen:

13.02. // 12.03. // 16.04. // 14.05. // 18.06. // 16.07. // 17.09. // 08.10. // 12.11. // 17.12.
Alle Termine immer donnerstags von 9.30 – 12.00 Uhr im Magazin.

Wer diesmal noch nicht dabei war, ist natürlich künftig herzlich eingeladen. Wer Frauen betreut, möge sie bitte informieren und ist selbst natürlich auch willkommen.
Bei Rückfragen bitte an Angela oder Doro wenden.

Landkreis unterstützt Diakonie bei der Flüchtlingsintegration

Wie die Gifhorner Rundschau am 11. Dezember 2019 berichtet, unterstützt die Kreisverwaltung die Diakonie in den nächsten 3 Jahren mit 350.000 Euro bei der Integration von anerkannten Asylbewerbern. Das ist sehr lobenswert. Damit sollen die Stellen zweier Sozialarbeiter finanziert werden. Sie werden für etwa 75 Menschen Ansprechpartner in den Fragen des Alltags sein und sie bei der Wohnungssuche und beim Einstieg in die Berufswelt unterstützen. Kindern soll beim Besuch von Kitas und Schulen geholfen werden.
Bravo, liebe Kreisverwaltung!
Genau diese Dinge macht die Flüchtlingshilfe Papenteich mit vorzeigbaren Erfolgen durch ehrenamtliche Arbeit seit mehr als 3 Jahren. Das vom Landkreis unterstützte Projekt der Diakonie ist also nicht “einzigartig in dieser Region”, wie Herr Rannenberg zitiert wird. Solche Behauptungen sind vielmehr ein Schlag ins Gesicht der ungezählten ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, die das leisten, was in der Tat eigentlich Aufgabe der staatlichen Institutionen wäre.
Wir würden uns freuen, wenn Herr Dr. Ebel oder Herr Dr. Walter sich auch bei uns einmal vor Ort von unserer Arbeit überzeugen würden, was ihnen bisher in über 3 Jahren nicht möglich war.

Und, liebe Kreisverwaltung und lieber Kreistag: Genau wie die Diakonie das nicht draußen auf der Wiese oder im privaten Wohnzimmer leisten kann, brauchen auch wir geeignete Räumlichkeiten, die man uns für einen Bruchteil von 350.000 Euro auf Jahre erhalten könnte!

Darauf haben wir mit einem Leserbrief reagiert, der mit kleinen Kürzungen wunschgemäß am Samstag, 14.12.19 in der GR veröffentlicht wurde:

Weihnachtsfeier am 18.12.2019

Eines der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder heißt: „Ihr Kinderlein kommet,…“ . Und den Kindern galt auch dieses Jahr vor Weihnachten wieder unsere besondere Aufmerksamkeit im Rahmen unserer Feier, auch wenn dieses Lied selbst dann gar nicht gesungen wurde.
Die Flüchtlingshilfe hatte zur Weihnachtsfeier eingeladen, zur üblichen Öffnungszeit des Magazins, aber ohne Deutschunterricht, Formularhilfe und ohne Spendenausgabe. Die rund 100 von uns betreuten Menschen aus Syrien, Sudan und weiteren Ländern waren fast alle gekommen, um im weihnachtlich geschmückten Magazin dabei zu sein. Auch aus Gifhorn und Schönewörde kamen einige Familien, die mittlerweile regelmäßig dabei sind. Neben Kaffee, Tee und allerlei Gebäck gab es passend zum Anlass einen leckeren Punsch, natürlich alkoholfrei.

Für die richtige Stimmung sorgten die ganze Zeit über auf  der Bühne Sarah, Hossein und Johannes, aber auch Doro griff in die Tasten und gab den richtigen Ton vor für gemeinsam gesungene weihnachtliche Lieder. Mehrere Kinder trauten sich, vor so vielen Menschen Gedichte vorzutragen und sie machten es sehr gut. Nicht nur dadurch wurde eindrucksvoll deutlich, wie gut die Kinder  inzwischen deutsch gelernt haben, auch in den Gesprächen der Erwachsenen kann mittlerweile ganz anders miteinander kommuniziert werden als zu Beginn unserer Arbeit vor mehr als dreieinhalb Jahren.

Um auf die Kinder zurückzukommen: Wie in den letzten Jahren schon gab es für sie das Weihnachtspostamt, diesmal aber nicht über das Café Aller, sondern von uns hausgemacht. Es galt, mehr als 40 Wünsche zu erfüllen. Der große Moment kam, als der Weihnachtsmann in Gestalt von Wolfgang Stindl einen Rollwagen mit den darauf hoch aufgetürmten Geschenkpäckchen in den Raum holte. Doch bevor es ans Verteilen ging, gab es eine Weihnachtsgeschichte und es wurde ein weiteres Gedicht vorgetragen. Dann endlich war es so weit, und unterstützt durch ein paar Kinder erhielt jedes anwesende Kind sein Geschenk.

Aber auch die Flüchtlingshelfer wurden beschenkt. Die 17-jährige  Sahar verteilte im Namen ihrer Familie Rosensträuße und dankte damit der Flüchtlingshilfe. Gerade Kinder dieser Altersklasse hatten und haben es sehr schwer, denn sie kamen ohne jegliche Sprachkenntnisse vor 3 oder 4 Jahren nach Deutschland, waren oft traumatisiert durch die Flucht. Trotzdem wurden sie dann „altersgemäß eingeschult“, was ohne Unterstützung fast unmöglich gelingen kann. Im Falle von Sahar war es z.B. die 7. Klasse, in der sie mitten im Schuljahr Fuß fassen sollte. Für uns Flüchtlingshelfer ist es dann umso schöner, wenn wir wie bei Sahar erleben dürfen, wie unsere Arbeit sich auszahlt, wie junge Menschen es schaffen, bei uns anzukommen.

Bei uns ankommen im etwas anderen Wortsinne würden sicherlich gern auch viele Kinder und Jugendliche, die unter sehr prekären Bedingungen in überfüllten Lagern in Griechenland oder Italien ausharren müssen. Es ist sehr traurig, dass die reichen europäischen Länder ihre Grenzen dichtmachen. Wir sollten alle einmal darüber nachdenken, wenn wir fein herausgeputzt und in Vorfreude auf die Geschenke und das gute Essen in behaglich geschmückten Wohnzimmern  in der Kirche „Ihr Kinderlein kommet …“ singen!

Wir blicken zurück auf ein Jahr mit Höhen und Tiefen, geprägt immer wieder durch die Sorge, dass wir den Raum im alten Gemeindezentrum verlieren könnten, aber auch immer wieder durch Erfolgserlebnisse, wenn einer unserer Schützlinge seinen Führerschein schafft, eine Ausbildungsstelle findet oder in eine neue Wohnung einziehen kann.

Wir möchten zum Abschluss dieses Jahres auch nicht versäumen, allen Papenteichern ganz herzlich zu danken, die uns durch Geld- und Sachspenden unterstützt haben und uns dadurch zeigen, dass sie unsere Arbeit würdigen und wertschätzen. Ihnen und allen anderen Menschen wünschen wir ein friedliches und fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr.

Das Magazin öffnet im neuen Jahr wieder am Mittwoch, den 15. Januar 2020 um 16:00 Uhr. Besuchen Sie uns dort oder hier auf unserer Homepage, Kontakt: info@fluechtlingshilfe-papenteich.de oder Tel 01525 6228 643

Wir danken auch Herrn Franz von der Gifhorner Rundschau, dass er unsere Weihnachtsfeier in der Rundschau-Ausgabe am Heiligen Abend so schön beschrieben hat:

Wir hoffen, dass es nicht die letzte Weihnachtsfeier in unserem Magazin sein wird!!!!!

Weitere Fotos:

Landkreis will Magazin abreißen lassen!

Ziemlich überraschend haben wir in der Presse am 20.11.19 erfahren, dass nun doch bereits in wenigen Monaten mit dem Abriss des alten Meiner Gemeindezentrums zu rechnen sei. Ursprünglich waren dafür in der Haushaltsplanung für 2020 keine Mittel eingestellt, sondern erst für 2021. Dies wurde nun kurzfristig geändert und der zuständige Kreistagsausschuss beschloss die Einstellung von 250.000 € in den Haushalt 2020 für den Vollabriss. Lesen Sie dazu den Bericht in der Gifhorner Rundschau:

Was uns dabei besonders erbost, ist die Tatsache, dass dieser Beschluss offenbar auf der Basis falscher Behauptungen zustande kam. Wir haben deshalb als Reaktion eine Stellungnahme an die Zeitungen geschickt und werden uns auch noch an die Kreistagsabgeordneten wenden. Lesen Sie nachfolgend unsere Stellungnahme:

Die Gifhorner Rundschau berichtete über diese Stellungnahme in der Samstagsausgabe vom 23.11.19:

Auch die Fraktionen im Samtgemeinderat befassen sich mit der Thematik. Artikel dazu in den beiden regionalen Zeitungen vom 27.11.19:

5000 Euro-Förderpreis von VW Financial Services!

Am gestrigen Nachmittag konnten wir im Magazin hohen Besuch begrüßen, der nicht mit leeren Händen kam. Es ging zum einen um die formale Übergabe eines Förderpreises des VW Financial Services in Höhe von 5000 Euro, den unser Vorstand aus den Händen von Frau Christiane Hesse (VW FS-Personalvorstand) entgegennahm, zum anderen waren gleichzeitig mehrere SPD-Politiker gekommen, um sich über unsere Arbeit und speziell über die Nutzung des Magazins zu informieren. Es war Zufall, dass diese beiden Dinge zeitlich zusammenfielen.

Ines Kielhorn, Eva Leis, Martina Behrens, Christiane Hesse, Wolfgang Stindl, Petra Wieloch, Dorothea Winter und Hans Georg Reinemann freuen sich über die Wertschätzung unserer Arbeit.

Genau genommen ist es unsere Schriftführerin Martina Behrens, die als Mitarbeiterin von Financial Servises die firmeninterne Ausschreibung der Förderung von vorbildlicher ehrenamtlicher Tätigkeit gewonnen hat.
Die Flüchtlingshilfe wird das Fördergeld schwerpunktmäßig für die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt verwenden.

Gleichzeitig war die Politik zahlreich vertreten. So waren u.a. die Samtgemeindebürgermeisterin Ines Kielhorn, die Kämmerin Petra Wieloch, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Rolf Schliephacke und der Didderser Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete Randolf Moos zu Gast.

Die Flüchtlingshilfe dankt ganz herzlich für diese Unterstützung.

Man beachte auch die Tafel im Hintergrund des Fotos! Hier noch einmal ein genauerer Blick darauf:

Wir verstehen das als ein Dankeschön für unsere Arbeit. Verfasser(in) unbekannt.

Berichte in Gifhorner Rundschau (21.11.) und Allerzeitung (22.11.):

Der Landkreis Gifhorn soll kein sicherer Hafen werden.

In seiner Sitzung am Dienstag, den 12.11.19 hat der Ausschuss für Soziales und Integration des Gifhorner Kreistages mehrheitlich erneut den Antrag abgelehnt, den Kreis Gifhorn zu einem „Sicheren Hafen“ zu erklären. Die Entscheidung liegt letztlich beim Kreistag, der jedoch in der Regel der Empfehlung des Ausschusses folgt.
Vorangegangen war eine Postkartenaktion mit 482 Unterschriften, mit der die Landkreisabgeordneten aufgefordert worden waren, diesem Antrag zuzustimmen. Eingebracht hatte den Antrag die Fraktion der Grünen, nachdem vor einigen Monaten ein ähnlicher Versuch bereits gescheitert war, weil angeblich Formfehler vorgelegen hatten. Die SPD wollte durch einen Änderungsantrag noch eine Begrenzung der aufzunehmenden Flüchtlinge bewirken, was aber keine Mehrheit fand. Nicole Wockenfuß von den Grünen erinnerte daran, dass es nicht mehr um die großen Zahlen von Flüchtlingen geht wie in der Vergangenheit, sondern nur noch um ein paar.

Die Vertreter von CDU und AfD jedoch lehnten den Antrag der Grünen mit ähnlich lautenden Begründungen ab. Sie befürchten, dass durch eine solche Aufnahmeaktion falsche Signale gesendet und Menschen unter verkehrten Vorzeichen „in die Lüneburger Heide gelockt” würden.

Die Initiative Sicherer Hafen hat auf diese Entscheidung bereits mit einer Pressemitteilung reagiert:

Interessant in diesem Zusammenhang ist ein Artikel in derselben Ausgabe der Gifhorner Rundschau, gleich auf der Titelseite. Dort wird beklagt, dass sich immer weniger junge Menschen um einen Ausbildungsplatz bewerben. Glücklicherweise würden aber Flüchtlinge diesen Negativtrend zum Teil ausgleichen. Bei der Braunschweiger Arbeitsagentur seien rund 300 Geflüchtete als Bewerber gemeldet. Insgesamt hätten im Bereich der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade bis Ende Oktober 852 Flüchtlinge eine Lehre begonnen.

Wir wissen durch unsere Arbeit, wovon hier die Rede ist, denn auch unter den von uns betreuten Geflüchteten haben mittlerweile mehrere eine Ausbildung begonnen. Auch die Führerscheinprüfung haben etliche schon bestanden und viele haben einen Job.

Tag der offenen Tür – Viele kamen!

Ursprünglich hatten wir an ein Sommerfest gedacht, so wie es 2016 auf dem Festplatz am Zellberg stattfand. Doch die Terminfindung war nicht einfach und so wurde es am Ende der letzte Septembersonntag. Und an dem regnete es auch noch fast den ganzen Tag.
Doch das änderte nichts daran, dass unser „Tag der offenen Tür“ besser angenommen und zu einem fröhlichen Fest wurde, als wir es zu hoffen gewagt hatten. „Unsere“ Geflüchteten waren fast alle gekommen, nicht nur aus dem Papenteich, sondern auch aus Gifhorn, Schönewörde, Braunschweig und Ehra-Lessien. Und wir durften auch etliche Meiner Bürger begrüßen, die auf diese Weise zum Teil erstmals das Magazin von innen sahen. Insgesamt zählten wir einschließlich der vielen Kinder weit über 150 Personen, für die ein reichhaltiges Buffet aufgebaut worden war mit herzhaften Leckereien aus dem Orient und diversen Kuchen und Torten.

Durch ein buntes Programm wurde für Unterhaltung gesorgt und das alte Gemeindezentrum zeigte einmal mehr an diesem Nachmittag, dass man es nach wie vor für stimmungsvolle Feiern hervorragend nutzen kann. Dies erkannte offensichtlich auch der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Stefan Konrad, der Grußworte überbrachte und von der Veranstaltung sichtlich beeindruckt war; er kündigte an, sich für den Erhalt des Gebäudes einzusetzen.

Doro Winter begrüßt die Anwesenden …..
… besonders den stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister Stefan Konrad.

Für die Kinder gab es eine Bastelecke, außerdem wurden 2 große Laken mit den Abdrücken der Kinderhände zu farbigen Kunstwerken, die das Motto „Vereint“ gut symbolisieren. Draußen vor dem Gebäude konnten sie sich darüber hinaus mit dem Fußball austoben.

Auf der Bühne wurden derweil vor allem musikalische Programmpunkte dargeboten. Besonders der Chor der Grundschüler unter der Leitung von Claudia Upit-Bruns begeisterte die Anwesenden mit engagiert vorgetragenen Liedern.

Genau wie vor 3 Jahren sorgte Adham später mit seiner Bouzouki für orientalische Klänge und genau wie damals dauerte es nicht lange, bis zur Musik getanzt wurde.

Adham mit seiner Bouzouki sorgt für den nächsten Höhepunkt.

Doch bei aller Fröhlichkeit wurde auch der ernste Hintergrund nicht vergessen, der unsere Arbeit überhaupt erst nötig macht. Als spezieller Gast war Thomas Bollmann aus Neudorf-Platendorf gekommen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, durch Fotos das Schicksal und die Geschichten geflüchteter Menschen zu dokumentieren und in Ausstellungen darzustellen.

Thomas Bollmann stellt sein Projekt vor.

Er brachte uns ein großformatiges Bild mit einem Seenotrettungsschiff mit und berichtete von seiner Arbeit. Für November plant er eine Ausstellung, wir werden rechtzeitig darauf aufmerksam machen, wenn Ort und Termin feststehen.  Mehr über Thomas Bollmann erfährt man durch den folgenden Link: https://www.waz-online.de/Gifhorn/Sassenburg/Hier-zeigen-Menschen-Gesicht-fuer-Fluechtlinge

Die Flüchtlingshilfe hatte vor dem Fest beschlossen, die Spendeneinnahmen vom Bufett für die kleine Laura aus Meine zu verwenden, die mit ihren 14 Monaten schwer erkrankt ist und dringend einen Stammzellenspender braucht. Wir freuen uns, dass dadurch rund 285 Euro zusammengekommen sind.  

Nach 4 schönen Stunden ging die Feier gegen 18:00 zu Ende. 

Das schrieb die Allerzeitung am 4. Oktober über das Fest

Weitere Fotos:

Die Getränke-Bar.
Dagmar präsentiert, was die Kinder geschaffen haben.
Wir begrüßen “unsere” Babys.
Auch der Fahrradkeller war geöffnet.
Helfer und Geflüchtete singen gemeinsam.
Allen Mitwirkenden ein herzliches Dankeschön für ein schönes Fest!!

Die Zahl 1000 – Ein persönlicher Kommentar

Beim Lesen der Allerzeitung fiel mir heute an 2 Stellen jeweils die Zahl 1000 ins Auge. In beiden Fällen ging es nicht etwa um Geld oder marode Autobahnkilometer, sondern um Menschen.
Die erfreuliche Variante kam vom Klinikum Gifhorn, dort wurde am Sonntag das 1000. Baby des Jahres geboren. Ähnlich wie in den Vorjahren dürfen wir uns im Landkreis über eine anhaltend hohe Geburtenrate freuen.

Dagegen ist die andere Meldung mit dieser Zahl eine sehr traurige: Im Laufe dieses Jahres sind bis jetzt laut IOM, der UN-Organisation für Migration bereits 1000 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen. Auch in den vergangenen 5 Jahren waren es jeweils mehr als 1000 Tote, jeder einzelne davon beklagenswert. Seit Anfang 2014 starben damit mehr als 15.000 im Mittelmeer, die meisten davon in den Jahren 2015 und 2016. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass möglichst viele Kommunen in Deutschland sich der Initiative “Sichere Häfen” anschließen, damit Seenotrettungs-Organisationen wie Sea-Watch Menschen retten und diese anschließend eine Bleibe finden können. Wir hoffen, dass auch der Gifhorner Kreistag diesen Schritt endlich schafft.
Deshalb beteiligt sich die Flüchtlingshilfe Papenteich zusammen mit anderen Gruppen und Institutionen aus dem Landkreis an einer Postkartenaktion, um die Kreistagsabgeordneten zu einer Zustimmung zu bewegen. Die Postkarten gibt es bei uns und den anderen Teilnehmern der Aktion.

Es gibt übrigens eine Verbindung zwischen den beiden Meldungen, denn unter den 1000 Geburten im Landkreis Gifhorn sind auch einige Babys von Geflüchteten. Ich wünsche ihnen, dass sie in einer friedlichen Welt aufwachsen, in der möglichst wenige Menschen durch Krieg, Vertreibung oder große Not gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen und sich auf eine gefährliche Flucht zu begeben.

Heinrich Lagemann

Wir laden ein zum Tag der offenen Tür

Es ist jetzt 4 Jahre her, dass die Kanzlerin Frau Merkel jenen berühmten Satz sagte: “Wir schaffen das.” Ein halbes Jahr später haben wir damit begonnen, durch unsere Arbeit den Flüchtlingen im Papenteich zu helfen. Seit rund 3 Jahren nutzen wir dazu auch das alte Meiner Gemeindezentrum, das dadurch zu einem mittlerweile gut gefüllten Sachspendenmagazin und einer Begegnungsstätte geworden ist.

Diese 3 Jahre intensiver Integrationsarbeit mit vielen vorzeigbaren Erfolgen sind Anlass für uns, zu einem Tag der offenen Tür einzuladen. Wir möchten am Sonntag, den 29. September feiern und laden dazu alle Helfer, alle Geflüchteten, aber auch alle anderen interessierten Menschen ein.

Unser Programm:
14:00 Uhr Start der Veranstaltung / Ankommen
14:30 Uhr Kurze Begrüßung
14:45 Uhr Unsere neuen Babys willkommen heißen
15:00 Uhr Auftritt Schulchor
16:00 Uhr Auftritt Adam & Kinder
16:45 Uhr Auftritt Doro – Singen
18:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Flyer: Tag der offenen Tür

Formularhelfer und Repair-Café

An dieser Stelle möchte ich auf 2 neue Infos aufmerksam machen:

  1. Formularhilfe nun durch die Gleichstellungsbeauftragte Frau Hoffmann. –> Formularhilfe im Papenteich
  2. In Meinersen gibt es jetzt ein Repair-Café. –> Repair-cafe-in-meinersen/