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5 Jahre “Wir schaffen das!”

„Wir schaffen das!“ – Diesen berühmten Satz sagte die Bundeskanzlerin am 31.08.2015 während einer Pressekonferenz.  Das ist nun schon 5 Jahre her, Zeit zu fragen, ob sie mit ihrer Prognose Recht hatte. Einige werden dies mit einem „Nein“ beantworten, andere mit einem „Ja“. Ich denke, beides ist falsch, denn das, was es „zu schaffen“ galt, ist viel zu komplex, um es so einfach und absolut zu bewerten. Es ging und geht nach wie vor um die Integration von weit mehr als einer Million Menschen aus vielen verschiedenen Ländern. In vielen Fällen ist dies ohne Zweifel nicht gelungen und in sehr vielen Fällen bleibt noch viel zu tun, aber es gibt auch sehr viele Erfolgsgeschichten, die Mut machen. Diese positiven Beispiele, von denen es bei uns im Papenteich nicht wenige gibt, zeigen, dass es sich lohnt, es „schaffen zu wollen“. Sie sollten Ansporn sein, sowohl für die Geflüchteten, als auch für uns, die Unterstützer. Zur Integration gehören immer beide Seiten, die einen, die sich integrieren wollen und die anderen, die die Integration zulassen. Oder, wie es ein arabisches Sprichwort sagt: „Zum Klatschen braucht man 2 Hände!“

Mahama z.B. musste schon als Kind mit seiner Familie aus dem westafrikanischen Heimatland fliehen, lebte lange Zeit in einem Nachbarland, wo er als junger Mann seine Frau Alimatu kennenlernte. Nach einer jahrelangen Odyssee durch Nordafrika schafften sie nacheinander von Libyen aus die Überfahrt nach Italien. Nun leben sie mit ihren beiden kleinen Kindern im Papenteich und hoffen sehr, dass sie bleiben dürfen, denn aufgrund ihrer Herkunftsländer droht ihnen die Abschiebung. Sie haben den Vorteil, dass sie gut Englisch sprechen, nun lernen sie fleißig Deutsch. Mahama hatte zunächst Gelegenheitsjobs und Praktika und möchte gerne eine Ausbildung machen, als Grundstein dafür hat er gerade sehr erfolgreich die Berufseinstiegsklasse-Metalltechnik abgeschlossen und dabei den Hauptschulabschluss erworben. Mit einem Zeugnis, in dem nur Einsen und Zweien stehen, wurde er Jahrgangsbester. Darüber hinaus beeindruckte Mahama seine Klassenkameraden durch einen Vortrag mit dem selbstgewählten Thema „Kulturschock“, den er nun netterweise für uns Flüchtlingshelfer wiederholte. Er definierte zunächst den Begriff, erläutere kurz die 4 Phasen, in die sich das Phänomen wissenschaftlich gliedern lässt, und schilderte dann einige Beispiele aus seinem persönlichen Erleben.
Klicken Sie hier für eine verkürzte Version dieses Vortrags.

Da Mahama nach wie vor nicht arbeiten darf, nimmt er das Angebot an, weiter zur Schule zu gehen. Sein nächstes Etappenziel ist die Mittlere Reife. Anschließend strebt er immer noch die Ausbildung zum Metallbauer an, sofern er denn darf. Die Stelle bei einer Metallbaufirma ist ihm nach wie vor sicher, der Ausbildungsvertrag war auch bereits von der Handwerkskammer genehmigt. Wir hoffen sehr, dass diese junge Familie, die sich so fleißig und erfolgreich um die Integration bemüht, bei uns bleiben kann.

Die Geschichte von Mahama haben wir auch an die Zeitungen weitergegeben. Die Allerzeitung hat sie am 15.09.20 veröffentlicht!

Und dann ist da Khalid, er stammt aus der Provinz Dafur im Sudan. (Sein Name und die folgenden sind geändert, um die Anonymität zu wahren). Dafur wird seit mehr als 15 Jahren von einander bekämpfenden Regierungstruppen und Rebellengruppen unsicher gemacht. Überfälle, Entführungen und Vertreibung sind an der Tagesordnung. Khalid verließ daher seine Heimat und schlug sich nach Ägypten durch. Von dort aus gelang ihm in einem überfüllten Schlauchboot die Fahrt über das Mittelmeer nach Italien. Schließlich kam er nach Deutschland, wo er im April 2016 zunächst Braunschweig erreichte und ein paar Wochen später in den Papenteich kam. Zu dieser Zeit hatten wir in Eigenregie mit Deutschkursen begonnen und Khalid fiel uns dort gleich mehrfach auf. Es war zum einen seine zurückhaltende, höfliche Art, gleichzeitig aber auch die Schnelligkeit, mit der er Deutsch lernte. Wie die meisten Flüchtlinge wollte er selbst seinen Lebensunterhalt verdienen und arbeitet nun schon seit Jahren in einem Seniorenheim, wo seine Zuverlässigkeit sehr geschätzt wird.

Ebenfalls aus Afrika, jedoch aus Côte d´Ivoire (Republik Elfenbeinküste), stammt der 24-jährige Bernard. Seine Eltern leben nicht mehr, er hat auch keinen Kontakt zu anderen Familienangehörigen. Es gab dort nach einer Präsidentschaftswahl gewalttätige Machtkämpfe zwischen 2 politischen Lagern, bei denen die Clan-Zugehörigkeit eine wichtige Rolle spielte. In dieser brisanten Situation verließ Bernard seine Heimat und schaffte es zunächst bis Libyen. Um die Überfahrt nach Europa bezahlen zu können, hat er dort längere Zeit gearbeitet und dabei sehr viel Elend und Brutalität erlebt, über die er nicht gern spricht. Schließlich erreichte auch er über mehrere Stationen im Oktober 2016 den Papenteich.
Bernard wollte nicht nur arbeiten, sondern entschied sich für eine Ausbildung, weil er darin eine solidere Basis für ein Leben in Deutschland sieht. Deshalb begann er eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann, mittlerweile ist er im zweiten Ausbildungsjahr. Das Hauptproblem für ihn wie für andere Geflüchtete auch, ist dabei die Berufsschule. Denn es ist eine Sache, sich sprachlich verständlich zu machen, aber eine ganz andere Herausforderung, Fachbücher zu verstehen und sich selbst schriftlich korrekt ausdrücken zu können. Doch Bernard arbeitet mit unserer Hilfe sehr fleißig und diszipliniert an diesem Problem und wir sind zuversichtlich, dass er es schafft.

Aus Syrien kamen 2016 zwei Brüder über die Balkanroute in den Papenteich. Als Kurden waren sie dort benachteiligt, hatten keine Schule besucht und konnten daher nicht lesen und schreiben. Mit ihrer Familie waren sie wegen des Bürgerkriegs zunächst in die Türkei geflohen. Die beiden jungen Männer hatten dann den langen Weg nach Deutschland gewagt. Der ältere der beiden konnte 18 Monate später seine Frau und die Kinder nachkommen lassen. Sie leben nun im Papenteich und wollen hier nicht mehr weg. Beide Brüder haben Arbeit gefunden, der jüngere sogar eine Ausbildung begonnen. Die mangelnde Lese- und Schreibfähigkeit ist dabei aber ein sehr großes Problem. Die Kinder dagegen sind noch so jung, dass sie gute Voraussetzungen für eine vollständige Integration haben.

Ich möchte mich hier auf einige Beispiele beschränken, es ließen sich viele weitere hinzufügen. Wir freuen uns mit den Menschen, denen wir helfen können, insbesondere, wenn sie so hart arbeiten, um die Integration zu schaffen. Aber es geht nicht nur um sie, jede gelungene Integration ist auch ein Gewinn für unser Land. In diesem Sinne haben wir entgegen mancher negativen Schlagzeile in den vergangenen 5 Jahren viel geschafft!

Gemeinsame Boßeltour am Maifeiertag 2019

Rücküberstellung in ein anderes EU-Land

Die Flüchtlingshilfe Papenteich war mit dem Problem schon konfrontiert: Flüchtlinge sollen gemäß Dublin-Abkommen in das EU-Land abgeschoben werden, in dem sie erstmals innerhalb der EU registriert worden sind. Dieses Abkommen wird häufig nicht umgesetzt, und wenn doch, dann oft erst, nachdem der/die Geflüchtete sich in Deutschland bereits gut integriert hat. Die “Rücküberstellung” ist dann in der Regel sehr hart und für alle Beteiligten wenig sinnvoll.

Wie kann man sich wehren? Wie kann man helfen?

Dazu bietet das Raphaelswerk umfangreiches Informationsmaterial für unterschiedliche Länder in verschiedenen Sprachen an.

Der Verein “Raphaelswerk e.V.” ist ein eigenständiger Fachverband des Deutschen Caritasverbandes und berät schwerpunktmäßig Menschen, die Deutschland verlassen wollen oder müssen.

Noch keine allgemeine Öffnung des Magazins!

Am 25.05.20 traf sich das Kernteam der Flüchtlingshilfe Papenteich zu einer Strategiesitzung. Wir waren uns schnell einig, dass eine Öffnung des Magazins und eine damit verbundene Fortführung von Spendenausgabe, Deutschunterricht und Gesprächen in der bisherigen Form auf absehbare Zeit nicht möglich sein wird.
Trotzdem geht unsere Arbeit unter besonderen Hygiene-Auflagen und in veränderter Form weiter.
Ziel ist es dabei, Deutschunterricht und Hausaufgabenhilfe sowie die Spendenausgabe zu ermöglichen. Nach wie vor brauchen Geflüchtete immer wieder Hilfe im Job, beim Umgang mit Behörden oder bei der Berufsausbildung.
Dabei gilt:
– Zutritt zum Magazin nur familienweise nach vorheriger Anmeldung bei Eva oder Doro und in Anwesenheit eines Helfers.
– Wer die Räumlichkeiten betritt, muss sich ähnlich wie in den Restaurants in Listen eintragen. (Listen werden ausgedruckt zur Verfügung gestellt). Es besteht Masken- und Abstandspflicht. (Entsprechende Hinweise findet man im Magazin).
– Für die Hausaufgabenhilfe und den Deutschunterricht gibt es Plexiglas-Abtrennungen in kleiner Anzahl auf den Tischen. Wenn damit gearbeitet wird, können die Masken abgenommen werden, solange man sitzt. 
– Die Arbeit in der Hausaufgabenhilfe (dienstags) koordiniert Angela.
– Der Deutschunterricht am Mittwoch (für Frauen) sollte möglichst ohne Kinder erfolgen. Nach dem Deutschunterricht kann im Bedarfsfall auch   eine Sachspendenausgabe für die Anwesenden erfolgen.
– Zum Teil findet Deutschunterricht eins-zu-eins in privaten Räumen statt, auch dort sind die Hygiene-Auflagen einzuhalten.
– Die Fahrradwerkstatt wird bei Bedarf und nur in Abstimmung mit Wolfgang Simon geöffnet sein. Wer die Fahrradwerkstatt besucht, wird keinen Zugang zum Magazin, bzw. zu den Sachspenden haben.

Corona: Erlass zur Arbeit der Ausländerbehörden

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie gibt es einen neuen Erlass des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge “zur Entlastung der Ausländerbehörden”.
Die Diakonie hat uns eine gute Zusammenfassung dieses Erlasses zur Verfügung gestellt, die hier nachfolgend wiedergegeben wird:

1.       Verlängerungsanträge bei Aufenthaltstiteln

Hier soll bei Antrag (der auch formlos z.B. per Telefon oder E-Mail erfolgen kann) auf Verlängerung die Fiktionswirkung des §81 Abs.4 AufenthG gelten, also der bisherige Aufenthaltstitel bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde fortgelten. Eine Bescheinigung über die Fortwirkung muss nicht der üblichen Form der Fiktionsbescheinigung entsprechen, Unterschrift und Stempel sollen hier reichen.

Ausnahme: Schengen-Visa

2.       Verkürzung von Aufenthaltstiteln/Zweckfortfall

Das BMI weist hier leider darauf hin, dass Ausreisepflichten weiterhin vollzogen werden sollen, wo ein Aufenthaltstitel nicht verlängert werden kann. Dies soll auch bei Zweckfortfall, also z.B. gekündigten Arbeitsverhältnissen gelten! Bei tatsächlicher Unmöglichkeit der Ausreise sollen Duldungen erteilt werden.

3.       Bezug von Kurzarbeitergeld

Der Bezug von Kurarbeitergeld hat keine negativen Folgen für den Bestand von Aufenthaltstiteln.

4.       Inhaber von Aufenthaltstiteln im Ausland (§51 Abs.1 Nr.7 AufenthG)

Menschen mit Aufenthaltstitel in Deutschland, die sich aber gerade im Ausland befinden, und aufgrund der gestrichenen Reiseverbindungen nicht in der vorgesehenen 6-Monatsfrist zurückkommen können, sollen auf Antrag eine Fristverlängerung erhalten.

5.       Verlängerung von Schengen-Visa

Da die Fiktionswirkung (siehe Punkt 1) nicht für Schengen-Visa gilt, plant das BMI hier eine eigene Rechtsverordnung, die Inhaber von ablaufenden Schengen-Visa für eine begrenzte Zeit nach Ablauf vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit. Aktuell gilt aber weiterhin, dass eine Verlängerung nur nach persönlicher Vorsprache erfolgt. Der Antrag darauf kann aber per E-Mail gestellt werden.

6.       Umgang mit visumfreien Aufenthalten (länger als 90 Tage)

Menschen, die visumfrei einreisen dürfen, sollen nach Ablauf der 90 Tage wieder ausreisen. Wenn dies nicht möglich ist, soll auch hier die Fiktionswirkung gelten. Dafür muss auch ein Antrag bei der Ausländerbehörde gestellt werden (wieder formfrei per E-Mail oder Telefon).

7.       Verlängerung von Duldungen

Auch hier ist der „Vollzug des Aufenthaltsrechts“ zu gewährleisten, Verlängerungen von Amts wegen sollen nur in Einzelfällen zur Verfahrenserleichterung gemacht werden.

8.       Fachkräfteeinwanderung

Beschleunigte Fachkräfteverfahren für Personal in Gesundheits- und Pflegeberufen, Gesundheitsforschung und Transport im Warenverkehr sollen prioritär behandelt werden; gleichzeitig sollen für diese Berufsgruppen auch die Reisebeschränkungen der EU Kommission nicht gelten.

9.       Ausländerrechtliches Pass- und Dokumentenwesen

Persönliche Antragstellung sowie Abgabe der Fingerabdrücke sind für die Beantragung eines elektronischen Aufenthaltstiteln weiterhin notwendig. Für die Aushändigung kommen Alternativen in Frage, wenn die ABH keinen Schalterbetrieb mehr haben, z.B. können die eAT über andere Stellen ausgehändigt werden (z.B. Polizeidienststellen). Ist eine persönliche Antragstellung nicht möglich, kann solange die Fiktionsbescheinigung formlos beantragt werden.

Versand per Post sollte nur noch mit Einschreiben eigenhändig erfolgen, bei Passdokumenten am besten gar nicht. Hier sollte für die Zeit der Coronakrise eher auf die Zusendung eines Ausweisersatzes ausgewichen werden.

Den kompletten Erlass findet man unter

http://ggua.de/fileadmin/downloads/erlasse/Runderlass_BMI_Corona.pdf



Corona: Wiederbeginn der Schulen im Mai

Nachdem sich Bundes- und Länderregierungen am 15.04.20 auf die weiteren Regeln im Kampf gegen das Virus geeinigt hatten, wurden in den Ländern Details bezüglich des Wiederanlaufs des Schulunterrichts festgelegt. Sie sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.
Für Niedersachsen gelten laut Aller-Zeitung vom 17.04. folgende Regeln:

Das Wichtigste in Kürze:
– Klassen werden geteilt, um Sicherheitsabstand einzuhalten
– Abschlussklassen der Jahrgänge 10 und 13 beginnen am 27.04.
– Am 04.05. beginnt der Unterricht für die 4. Klassen
– Am 11.05. beginnt der Unterricht für die 12. Klassen
– Ab 18.05. folgen Schritt für Schritt die weiteren Klassen

15. April: Kontaktbeschränkungen gelten weiter!

In der lange vorher angekündigten Video-Konferenz der Bundes- und Landesregierungen hat man sich am 15.04.20 auf folgende weitere Vorgehensweise geeinigt:

  • Das Leben in Deutschland bleibt weiter stark eingeschränkt
  • Bund und Länder empfehlen das Tragen von Masken im Handel sowie im Öffentlichen Nahverkehr
  • Die Kontaktbeschränkungen werden mindestens bis zum 3. Mai verlängert (z. B. Mindestabstand 1,50 m)
  • Ab dem 4. Mai sollen in Deutschland die Schulen wieder schrittweise geöffnet werden, es gibt aber länderspezifische Besonderheiten
  • Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen ab Montag wieder öffnen
  • Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten. Was Großveranstaltungen sind, muss noch geklärt werden
  • Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen sowie Theater, Opern und Konzerthäuser bleiben geschlossen. Restaurants dürfen Essen zur Abholung und zur Lieferung anbieten
  • Deutsche sollen weiterhin auf private Reisen verzichten

Weitere Informationen, auch in anderen Sprachen werden auf dieser Seite in Kürze folgen, man beachte auch die Seite “Corona“, wo man viele Infos zu den bisherigen und den weiterhin gültigen Bestimmungen findet.

Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen.

Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge bietet ein mehrsprachiges psychologisches Beratungstelefon an.
Dieses kann von Menschen in psychischen Belastungssituationen genutzt werden, z.B. von traumatisierten Flüchtlingen.

Die telefonischen psychologischen und psychosozialen Beratungsgespräche werden in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Russisch und Spanisch angeboten.

Telefonnummern und Zeiten der Erreichbarkeit:
Telefonische-Sprechzeiten-mehrsprachig

Spendenaufruf für die Gifhorner Tafel

Wie auf dieser Website bereits mehrfach veröffentlicht, wollen wir die Gifhorner Tafel finanziell und logistisch unterstützen. Dazu bestellt die Tafel im Lebensmittelmarkt, was sie benötigt. Wir bezahlen die Waren und sorgen dafür, dass sie zur Tafel gebracht werden. Kooperationspartner sind bisher der REWE-Markt in Isenbüttel und der Lebensmittelmarkt Martin Prinzler  in BS-Wenden.
Mittlerweile haben beide Gifhorner Zeitungen dazu berichtet. Wir haben auch schon sehr viele Spenden erhalten, die ausschließlich für die Tafel verwendet werden. Vielen Dank!
Bei Spenden bis zu 100 € erkennt das Finanzamt den Kontoauszug als Beleg an, darüber hinaus stellen wir gern Spendenquittungen aus. (Adresse per mail oder im Verwendungszweck mit angeben)
Näheres dazu im nachfolgenden Spendenaufruf:

Aller-Zeitung online vom 20.03.20: Gifhorner Tafel

Corona: Informationen zur aktuellen Lage.

Infos rund um Corona

Wir werden an dieser Stelle laufend aktuelle Informationen anbieten, zum Teil in verschiedenen Sprachen.
Es ist ganz wichtig, diese Infos an Geflüchtete weiterzugeben.

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Montag, 15.06.20:

In den letzten Wochen sind eine Reihe von Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in Kraft getreten. Seit heute gehen in Niedersachsen alle Schulkinder wieder in die Schule, allerdings nicht im vollen zeitlichen Umfang, weil die Klassen geteilt sind und die beiden Klassenhälften zeitlich getrennt in der Schule verweilen.

Auch die Sportausübung sowohl auf dem Sportplatz als auch in der Halle ist wieder möglich. Dazu haben die Sportvereine Hygienekonzepte entwickelt.

Seit dem 10.06.20 gibt es wieder Aktivitäten im Spendenmagazin, aber auch hier nur unter strengen Auflagen.

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Sonntag, 03.05.20:

Nachdem am 29.04. Bundes- und Landesregierungen gemeinsame Beschlüsse gefasst haben, hat die niedersächsische Landesregierung in einer Presseerklärung am 30.04. folgendes veröffentlicht:

Ab Montag, 04.05.20: Friseursalons dürfen wieder öffnen. Dabei gelten unter anderem folgende Regeln:

  • Mitarbeiter und Kunden müssen Mund-Nasen-Bedeckungen tragen.
  • Haarewaschen im Salon ist bei jedem Kunden Pflicht.
  • Mitarbeiter tragen Einmalhandschuhe – bis nach dem Haarewaschen.
  • Kunden dürfen sich die Haare nicht selbst föhnen.
  • Verboten bleiben Rasuren und Bartschneiden.

Ebenfalls am 04.05. beginnt für die 4. Klassen der Grundschulen der Unterricht wieder.

Ab Mittwoch, 06.05.20:

  • Kirchen, Synagogen und Moscheen dürfen unter strengen Abstands- und Hygienemaßnahmen öffnen.
  • Spielplätze können wieder geöffnet werden!  Dazu folgen noch konkrete Regeln
  • In allen Bundesländern dürfen Museen, Ausstellungen und Galerien, Gedenkstätten sowie zoologische und botanische Gärten wieder öffnen.
  • Outdoor-Sportanlagen dürfen zu Trainingszwecken für alle Sportarten öffnen, bei denen ein Mindestabstand von 1,50 m sichergestellt werden kann.
  • Möglich sind auch Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren eigenen Fahrzeugen sitzen – wie etwa Auto-Kinos und Auto-Konzerte.
  • Geöffnet werden sollen zusätzlich zu den rein automatischen Autowaschanlagen nun auch solche, in denen Fahrzeugbesitzer am Reinigen der Autos selbst mitwirken.
  • Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper dürfen sich auch zu touristischen Zwecken wieder in ihren Wochenend- oder Feriendomizilen aufhalten.

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Donnerstag, 23.04.20:

Seit Wochenbeginn gibt es kleine Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus´, so dürfen weitere Geschäfte öffnen.
Gleichzeitig werden aber die Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Virusübertragung umso wichtiger.
Deshalb gibt es jetzt bundesweit eine Pflicht zum Tragen einer einfachen Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Supermärkten und Geschäften und öffentlichen Gebäuden. In ganz Niedersachsen gilt sie ab Montag, 27.04., in Wolfsburg bereits jetzt und in Braunschweig ab Samstag, 25.04.. Kinder unter 6 Jahre müssen keine Maske tragen.

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Freitag, 17.04.20:

Der Wiederbeginn des Schulunterrichts ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt, hier die aktuellen Regeln für Niedersachsen

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Mittwoch, 15.04.20:

In einer Video-Konferenz der Bundes- und Landesregierungen hat man sich am 15.04.20 auf die weitere Vorgehensweise geeinigt. Im Wesentlichen gelten die bisherigen Kontaktbeschränkungen weiter bis zum 3. Mai, es gibt nur wenige Lockerungen. So sollen kleinere Geschäfte wieder öffnen dürfen, auch der Unterricht in den Schulen wird schrittweise wieder aufgenommen. Mehr dazu: Aktuelle Regeln

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Montag, 06.04.20:

Unser Spendenaufruf für die Gifhorner Tafel hat zu einem großartigen Ergebnis geführt: Bis zum Wochenende sind mehr als 10.000 € auf dem Spenden-Konto eingegangen, zusätzlich zu dem Betrag von 1.000 €, den die Flüchtlingshilfe einbringt. Die Zeitungen berichten:

(In der gedruckten Ausgabe der AZ am Dienstag, 07.04.20)

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Freitag, 03.04.20:

Gestern hat die Zahl der an Corona-Infektionen gestorbenen Menschen in Deutschland die Zahl 1000 überschritten. In unserer Region war und ist besonders betroffen ein Altenheim in Wolfsburg.
Ein anderes wichtiges Thema sind die fehlenden Erntehelfer, aktuell für die Spargelernte. Hier können auch Geflüchtete helfen.
Falls jemand Interesse hat, als Erntehelfer zu arbeiten, bitte bei Eva Leis mit Namen, Aufenthaltsstatus, Wohnort  und Angaben zur Mobilität melden, um die Erreichbarkeit des Arbeitsorts zu prüfen.
Weitere Infos in einer E-Mail von Sabrina Wunsch (Stabsstelle Integration):

Auch die beiden Gifhorner Zeitungen berichteten bereits zu diesem Thema.

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Montag, 30.03.20:

Die Bundesregierung hat inzwischen bekannt gegeben, dass die momentan geltenden Kontaktverbote noch mindestens bis zum 19. April in Kraft bleiben werden.
Zusätzlich zu den auf dieser Seite bereits veröffentlichten Informationen (siehe auch: Corona) bietet der Landespräventionsrat Niedersachsen ein mehrsprachiges psychologisches Beratungstelefon an. Dieses kann von Menschen in psychischen Belastungssituationen genutzt werden, z.B. von traumatisierten Flüchtlingen.

Die telefonischen psychologischen und psychosozialen Beratungsgespräche werden in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Russisch und Spanisch angeboten.

Telefonnummern und Zeiten der Erreichbarkeit:

Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. (NTFN)

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Dienstag, 24.03.20:

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge empfiehlt folgende Links, die zu Informationen über Verhaltensregeln bezüglich des Coronavirus’ in unterschiedlichen Sprachen führen:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html 

https://b-umf.de/p/mehrsprachige-informationen-zum-coronavirus/ 

https://de.qantara.de/content/corona-infos-auf-arabisch-nachrichtenportal-fuer-fluechtlinge-gefragt 

Das BAMF selbst aktualisiert laufend die Meldungen auf seiner Internetseite.

Hinweis zur Auszahlung der Asylbewerberleistungsstelle:

Auszahlungen erfolgen per Überweisung oder per weißer Karte am Kassenautomaten. Bevor Sie am Zahltag zum Landkreis Gifhorn kommen, überprüfen Sie, ob die Leistung Ihnen auf Ihr Konto überwiesen worden ist.
Der Zutritt zum Gebäude und zum Kassenautomaten erfolgt nacheinander. Es ist auf einen ausreichenden Abstand untereinander im Bereich des Kassenautomaten sowie vor dem Gebäude zu achten.
Dringende Anliegen sind vorab telefonisch oder per E-Mail mit dem zuständigen Sachbearbeiter zu klären.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

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Montag, 23.03.20:

In Deutschland waren bis Sonntag mehr als 24 100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekanntgeworden. Mehr als 90 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.
In einer Konferenz der Bundesregierung mit den Landesregierungen wurden am Sonntag, 22.03.20 neue strengere Regeln beschlossen, die ab sofort für ganz Deutschland gelten:

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Samstag, 21.03.20:

Die Allerzeitung schreibt erneut über die Probleme der Tafeln und dabei auch über unsere geplante Unterstützung:

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Freitag, 20.03.20:

Flüchtlingshilfe Papenteich unterstützt Gifhorner Tafel
Wie vor zwei Tagen bereits angesprochen, trifft die gegenwärtige Situation besonders die Ärmsten in der Gesellschaft. Deshalb haben wir beschlossen, der Gifhorner Tafel bei ihrer wichtigen Aufgabe zu helfen.

Weitere Informationen im nachstehenden Spendenaufruf:

Außerdem werden voraussichtlich noch Fahrer gebraucht.

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Donnerstag, 19.03.20:

Vor einer Woche hat sich Sabrina Wunsch bei uns im Magazin vorgestellt, sie ist bei der Stabsstelle Integration des Landkreises für die Ehrenamtlichen zuständig. Heute hat sie sich per mail mit umfangreichen Infos gemeldet:

Die beiden wichtigsten Links aus der Mail von Frau Wunsch:

Zur Website: www.integrationsbeauftragte.de/corona-virus

Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de/presse/2020-13-jobcenter-und-arbeitsagenturen-arbeiten-weiter

Hinweis: Beachte auch die Infos vom 17.03.20 (weiter unten)

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Mittwoch, 18.03.20:

Einschränkungen wegen Corona trifft besonders die Bedürftigen
Mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit wird Deutschland von der Infektionswelle getroffen und die notwendigen Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung lähmen das öffentliche Leben und die Wirtschaft in einer Weise, die es in der Bundesrepublik noch nie gab. Die Auswirkungen treffen dabei im besonderen Maße die Ärmsten und die Hilfsbedürftigen, die unter anderem auf die öffentlichen Tafeln angewiesen sind.
In den heutigen Ausgaben der beiden Gifhorner Zeitungen wird darauf eingegangen. Die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen der Tafeln wird schwieriger, aber sie wollen weitermachen, es ist jetzt vielleicht notwendiger denn je.
Aller-Zeitung vom 18.03.20 Gifhorner-Tafel

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Dienstag, 17.03.20:

Die Ausländerbehörde in Gifhorn gibt bekannt, dass die Abteilung 3.2 (Allgemeine Hoheitsangelegenheiten) wie andere Abteilungen auch, bis auf Weiteres geschlossen bleibt. Bei dringenden Anliegen wird empfohlen, sich zunächst telefonisch, per E-Mail oder schriftlich mit den Mitarbeitern in Verbindung zu setzen. Wer jeweils zuständig ist, kann dem folgenden Organigramm entnommen werden:

Für die Information von Geflüchteten können die folgenden Schriftstücke hilfreich sein:

Magazin schließt wegen des Corona-Virus

Um die Ausbreitung des Corona-Virus möglichst zu verlangsamen, gilt ab sofort:
Das Magazin und die Fahrradwerkstatt bleiben bis auf Weiteres
geschlossen.
Damit entfällt auch der im Magazin mittwochs stattfindende
Deutschunterricht.
Auch die Ausländerbehörde ist geschlossen. Wer dennoch ein wichtiges
Anliegen hat, soll entweder erst einmal telefonisch mit dem jeweiligen
Sachbearbeiter sprechen oder per Mail Kontakt aufnehmen. Wer keine
E-mail-Adresse hat, wendet sich bitte an auslaenderstelle@gifhorn.de
Es wird dringend empfohlen, jeden sozialen Kontakt zu vermeiden,
der nicht unbedingt notwendig ist.

Wir bitten alle, diese Gegebenheiten den Flüchtlingen mitzuteilen, damit niemand vergeblich zur Ausländerbehörde fährt oder sich einem vermeidbaren Infektionsrisiko aussetzt.

Der Stammtisch am 19.03.20 wird abgesagt.