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Weltflüchtlingstag 2019

Rote Zahlen auf dem Meiner  Marktplatz

Wer am Donnerstag, den 20. Juni in der Meiner Mitte unterwegs war, konnte sicher die große aufgestellte Zahl auf dem Marktplatz nicht übersehen. Mit einer Höhe von 115 cm und einer Gesamtbreite von etwa 650 cm stachen die signalroten 69 000 000 schon von weitem ins Auge. Zur Hälfte bestückt mit Kuscheltieren, Barbie, Windeln Socken und allerlei Spielsachen lockte das Holzgebilde etliche Neugierige an… und genau das war der Plan!

Eine Zahl, die zum Nachdenken anregen soll!

Neben vielen Menschen, die zufällig vorbei kamen und interessiert stehen blieben, bekamen wir auch Besuch von 2 Schulklassen der Meiner Grundschule, was uns besonders freute. Auch die Samtgemeindebürgermeisterin Frau Kielhorn, die Gleichstellungsbeauftragte Frau Hoffmann sowie die Kämmerin der Samtgemeinde Frau Wieloch ließen es sich nicht nehmen ebenfalls persönlich vorbei zu schauen.

Schüler der Grundschule Meine mit ihren Lehrkräften

Die Aktion sollte darauf aufmerksam machen, dass  es 2018 laut UN-Flüchtlingswerk UNHCR weltweit fast 69 Millionen Flüchtlinge, Asylsuchende und Binnenvertriebene gab. Tendenz weiter steigend. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder, das symbolisierten die Spielsachen.

In vielen Gesprächen erfuhren wir, dass diese traurige Tatsache den meisten Menschen nicht bewusst war. Viele positive Rückmeldungen, sowohl zu der Kampagne als auch ganz allgemein bestärken uns in unserer ehrenamtlichen Arbeit.

Dabei schien die Realisierung unserer Idee für den diesjährigen Weltflüchtlingstag zunächst aufgrund der allgemeinen Urlaubszeit fast aussichtslos zu sein. Doch just in dem Zeitraum wurde Herrn Seehofers „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ beschlossen. Die 21-jährige Studentin Maike Leis war darüber so entsetzt, wie Menschen, die bereits unfassbares Leid erleben mussten hier in Deutschland behandelt werden sollen (z.B. Abschiebehaft in normalen Gefängnissen), dass für sie das Fass nun überlief. Sie fasste den Entschluss, diese Idee doch noch passend zum diesjährigen Weltflüchtlingstag umzusetzen. Sie sägte alle Zahlen aus, lackierte und beklebte sie. Schön, dass junge Menschen Dinge kritisch hinterfragen und sich einmischen!

Im Hintergrund: Maike Leis

Liebe Leserinnen und Leser dieser Seite, wenn auch Sie Lust darauf haben, sich zu engagieren, bei uns sind Sie herzlich willkommen.

Berichte in den regionalen Zeitungen:

Weitere Fotos:

Die Fakten
Hinter den Kulissen
Unsere Kinder haben davon im Überfluss, …
Auch Hans-Georg Reinemann war da, hier im Gespräch mit Maike

Warum muss das alte Gemeindezentrum abgerissen werden?

Die Kreisverwaltung plant den Abriss des Magazins für 2020. Man erkennt dort offenbar leider nicht, wie wichtig dieses Gebäude für unsere Arbeit und damit für die Integration geflüchteter Menschen ist.

Eva, Tina und Doro hatten auf einen entsprechenden Artikel in der Gifhorner Rundschau mit einem sehr überzeugenden Leserbrief reagiert, den die Zeitung auch am 4. Juni in voller Länge veröffentlichte.  Zu diesem Leserbrief nahm nun am 7. Juni der Erste Kreisrat Thomas Walter nochmals Stellung, indem er auf den Zustand des Gebäudes verwies. Nachfolgend die beiden Zeitungsveröffentlichungen:

19_06_04 GR Leserbrief Eva Leis

19_06_07 GR Stellungnahme Kreisrat Walter  

Termine

Ergänzend zu den Angaben im Terminkalender möchte ich an dieser Stelle auf einige Besonderheiten extra hinweisen

  • Am Mittwoch, 1. Mai bleiben das Magazin und die Fahrradwerkstatt geschlossen. Stattdessen laden wir ein zu einer Boßeltour durch die Umgebung von Meine

Details zu allen Terminen im Terminkalender!

Das alte Gemeindezentrum sieht wieder aus wie neu!

Na, ja, fast jedenfalls!
Die Reinigung der Fassade, die am 27.02.19 abgeschlossen wurde, lässt das Gebäude auf jeden Fall in einem ganz anderen Licht erscheinen. Wenn dann erst einmal die Sträucher und Bäume wieder grün sind, wird das Bild noch freundlicher werden.

Die Sporthalle sieht dagegen schon wieder fast ein wenig schmutzig aus. Und schmutzig geblieben ist auch die alte Kegelbahn. Da ist es ganz gut, dass sie ein wenig hinter den Büschen verborgen bleibt.

 

Jahreshauptversammlung 2019

Am 27.02.2019 fand im alten Gemeindezentrum Meine unsere diesjährige Generalversammlung statt. Mit 21 Personen war etwa die Hälfte der Vereinsmitglieder anwesend. Besonders begrüßt wurden die Samtgemeindebürgermeisterin Ines Kielhorn sowie Britta Herbig vom RethenTheater, die mit einem Spendenscheck über 1000 € gekommen war. Gemeinsam mit Hubert Schwaninger, der ja auch gleichzeitig Mitglied unseres Vereins ist, wurde dieser Scheck an den Vorstand überreicht. Es handelt sich um einen Überschuss aus den Aufführungen der Komödie „Natürlich gibt es Engel“ in Vordorf vom September 2018. Die engagierte Theaterspielgruppe unterstützt auf diese Weise jedes Jahr Projekte der Region, außerdem hat sie die Patenschaft für eine Flüchtlingsgruppe in Rethen übernommen.

Britta Herbig von RethenTheater überreicht den symbolischen Scheck

Im Jahresbericht von Eva Leis wurde deutlich, wie viel sich auch 2018 wieder ereignete. Zwar hat sich die Zahl der Flüchtlinge im Papenteich nicht sehr geändert, aber es gab mehrere Familienzusammenführungen, jedes Mal verbunden mit viel Bürokratie und Behördengängen. Einige Flüchtlingswohngemeinschaften wurden aufgelöst, es mussten neue Wohnungen gefunden und die damit verbundenen Formalitäten erledigt werden.
Ein dritter Bereich, der die Ehrenamtlichen in 2018 sehr beschäftigt hat, war die Integration in den Arbeitsmarkt. Etliche Geflüchtete haben Minijobs neben ihren Sprachkursen, mehrere sogar Vollzeitjobs. In zwei Fällen besteht ein Ausbildungsverhältnis. Daneben konnten Praktikumsplätze gefunden werden. Es hätten noch mehr sein können, doch leider wurde in etlichen Fällen von der Ausländerbehörde keine Arbeitserlaubnis erteilt.
Deutlich wurde in den Ausführungen von Eva Leis auch die Wichtigkeit des alten Gemeindezentrums nicht nur als Sachspendenmagazin, sondern auch als Begegnungsstätte. Woche für Woche wird es intensiv genutzt für Spendenausgabe, Deutschunterricht, Workshops, Teamsitzungen, Spielenachmittage und anderes mehr.


Kassenwart Wolfgang Stindl konnte in seinem Bericht für 2018 auf einen ausgeglichenen Haushalt verweisen, die Einnahmen stammen überwiegend aus Spenden.
Bei den turnusgemäßen Wahlen wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Außerdem wurden 3 Kassenprüfer gewählt.
Frau Kielhorn ging in ihrem Grußwort auch auf die Zukunft des alten Gemeindezentrums ein, sie wies auf die Zuständigkeit des Landkreises hin und stellte in Aussicht, dass dieser das Gebäude in den nächsten 18 Monaten noch bestehen lassen würde. Mittlerweile ist die Fassade auf Kosten der Samtgemeinde mit Hochdruckreinigern gesäubert worden, so dass das Magazin optisch wieder gut zur angrenzenden Sporthalle passt.
Aus der Versammlung heraus wurde kritisiert, dass durch die Verwendung von Begriffen wie „Schrottimmobilie“ in der Öffentlichkeit ein falscher Eindruck vom Wert und den Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes entstehen könnte. Wir sind jedenfalls sehr froh und dankbar für die Möglichkeiten, die wir derzeit haben und die sicherlich im Landkreis ihresgleichen suchen.

Für besonderes Engagement wurden Lothar Matussek und Hans-Georg Reinemann mit kleinen Präsenten belohnt.

Lothar hat sich besonders um die Integration in den Arbeitsmarkt gekümmert

Schorse Reinemann hat sich besonders um die Außenansicht des Magazins gekümmert

Britta Herbig mit dem Scheck

Berichterstattung in den Gifhorner Zeitungen:

      Allerzeitung vom 02.03.19

      Gifhorner Rundschau 05.03.19

 

Arbeitserlaubnis und Arbeitsförderung

Das folgende Papier gibt Hinweise auf die Bedingungen für die Aufnahme einer Arbeit durch Asylbewerber:

Arbeitsförderung und Arbeitserlaubnis 18_08_22

Verbraucherschutz für Geflüchtete

Die folgende Veranstaltung ist sowohl für Helfer als auch für Geflüchtete interessant:

Montag, 18.02.19 um 18:00 Uhr:  Informationsveranstaltung zum Verbraucherschutz für Geflüchtete und Helfer,
Clausmoorhof, II. Koppelweg 143, 38518 Gifhorn
Zum Flyer:    Verbraucherschutz

Es wird während der Veranstaltung auch in französisch und arabisch übersetzt.

Das alte Meiner Gemeindezentrum soll erhalten bleiben!

Wie im Dezember an dieser Stelle bereits berichtet, möchte eine Mehrheitsgruppe im Rat der Samtgemeinde Papenteich (Die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen) das alte Meiner Gemeindezentrum vor dem Abriss bewahren und für eine weitere Nutzung renovieren lassen. (mehr …)

Die neue Gleichstellungsbeauftragte besucht uns im Magazin

Gleich am ersten Öffnungstag des Magazins der Flüchtlingshilfe im neuen Jahr hatten wir Besuch. Frau Brinja Hoffmann, seit Beginn dieses Jahres Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Papenteich, besuchte uns im Magazin, um sich über unsere Arbeit zu informieren. Genau wie ihre Vorgängerin Frau Britten, die den Papenteich aus familiären Gründen verlassen hat, ist Frau Hoffmann mit einem Teil Ihrer Stelle für die Angelegenheiten der in der Samtgemeinde lebenden Geflüchteten zuständig. Dass sie gleich die erste Gelegenheit wahrnahm, uns und unsere Arbeit aus nächster Nähe kennenzulernen, zeigt, dass dieser Teil Ihres neuen Arbeitsplatzes offenbar für sie keine Nebensache ist, sondern hohe Priorität besitzt.

Der Vorstand der Flüchtlingshilfe Papenteich im Gespräch mit Frau Hoffmann

Weihnachtsfeier im Magazin

Für die letzten Tage des alten Jahres ist das Magazin nun geschlossen, doch am Mittwoch, dem 19.12.2018 war noch einmal Hochbetrieb. Rund 60 Geflüchtete und Flüchtlingshelfer waren der Einladung zur Weihnachtsfeier gefolgt, auch die Männer aus der Fahrrad-Werkstatt konnten jetzt mal ohne ölverschmierte Finger im großen Saal dabei sein.
(mehr …)