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Aktuelles aus dem Weihnachtspostamt

Zum 10. Male macht das Weihnachtspostamt der Flüchtlingshilfe Papenteich geflüchteten Kindern ein Geschenk zu Weihnachten. Die Kinder dürfen dazu zwei Dinge im Wert bis zu 30 Euro auf ihren Wunschzettel schreiben, von denen einer erfüllt wird.
Die meisten Wunschzettel liegen nun vor und werden abgearbeitet. Waren es 2024 rund 80 Kinder, so werden es in diesem Jahr wohl an die 100 werden.
Wie in den vergangenen Jahren wird auch diesmal ein Teil der Geschenke von Sponsoren aus dem Papenteich besorgt und bezahlt, vielen Dank dafür an alle, die uns auf diese Weise unterstützen.

Bei diesen Geschenken können es in bestimmten Fällen auch gebrauchte Sachen sein, so wünscht sich ein Achtjähriger ein Fahrrad und ein Elfjähriger einen Roller, beides Dinge, die für 30 Euro nicht neu zu realisieren sind. Aber über gebrauchte Fahrzeuge würden sich die Kinder auch sehr freuen. Wer also so etwas spenden kann, der würde uns sehr helfen.

Aktuell gesucht

Da unsere Regale und Lagerplätze gut gefüllt sind, können wir auch weiterhin nur ganz gezielt Sachspenden annehmen. Welche das sind, steht in der nachfolgenden Liste.
Es gelten prinzipiell die folgenden Annahmezeiten:
donnerstags zwischen 10:00 und 12:00 und 17:00 und 18:00.
Doch wir bitten in jedem Fall, vor der Spende Kontakt mit uns aufzunehmen, da wir nicht garantieren können, dass zu den genannten Zeiten auch immer jemand da ist .

Aktuell können wir gebrauchen:
– Babykleidung nur 50/56
– Windeln (Baby)
– Jungen Winterkleidung Hosen und Oberteile 86, 92, 104, 110, 116
– Jungenhosen in den Größen 122, 128 und 134
– Mädchenwinterkleidung Hosen und Oberteile 110, 122, 128,134 und 158
– Kinderwinterschuhe (alle Größen)
– Turnschuhe (Kinder, Damen, Herren)
– Herren Winterschuhe (alle Größen)
– Herren Winterjacken Größe S
– Herren T-shirts S + M
– Herren Hosen Größe S
– Herren Pullover Größe S
– Herren Sportkleidung
– Inliner (Kinder und Erwachsene, alle Größen)
– Warme Decken und Schlafsäcke
– Abgelaufene Verbandskästen
– Warme Bettwäsche
– Handtücher
– Standspiegel
– Schneiderpuppen oder Schaufensterpuppen
– Bettgestell 1,40 m x 2,00 m
– Besteck (Messer, Gabeln, Löffel, .. )
– Bügeleisen, Mixer, Wasserkocher
– Pürierstab
– Töpfe und Pfannen
– Waschmaschine und Kühlschrank
– Staubsauger

Möbel können wir aus Platzgründen in der Regel nur nehmen, wenn sie direkt an die Zieladresse gehen.

Information aus der Fahrradwerkstatt:

Gesucht sind aktuell besonders Kinder- und Jugendräder, vor allem mit 20 Zoll Rädern.
Bitte vorher anmelden, wenn ein Fahrrad gespendet werden soll.
Falls Sie ein Fahrrad nicht selbst bringen können, kann es nach Absprache innerhalb des Papenteichs auch von uns abgeholt werden.

Das Fahrradteam ist in der Regel jeden Mittwoch von 15:30 bis 18:00 im Einsatz. Dabei gelten folgende Regeln:
1. Repariert werden nur die Fahrräder, die an Geflüchtete ausgegeben wurden oder ausgegeben werden sollen.
2. Im Arbeitsbereich dürfen sich Kunden nur nach Aufforderung aufhalten. Der Zugang erfolgt nur vom Parkplatz her.
4. Zu Beginn werden nur Kunden bedient, die sich vorher angemeldet haben (Name, Grund des Besuchs). Ohne Anmeldung erscheinende Kunden werden nur bedient, wenn die Voranmeldungen abgearbeitet sind.

E-Mail an: info@fluechtlingshilfe-papenteich.de


Volles Haus bei unserer Autorenlesung!

Rund 80 Personen kamen ins Magazin

Wir wussten nicht, wie viele den Weg ins ehemalige Gemeindezentrum finden würden und hatten auf etwa 50 Gäste gehofft. Aber es kamen viel mehr, so dass wir noch schnell alle Stühle zusammensuchen mussten, die wir auf der Kegelbahn als Reserve hatten.

Doro Winter begrüßt die Gäste und lädt ein zum Kuchenbüfett

12 Torten und Kuchen standen bereit und natürlich diverse Getränke.
Nachdem sich alle versorgt und ihre Plätze gefunden hatten, startete das Programm mit einem ersten Musikblock. Malte Winter am Keyboard zeigte sein Können nicht nur am Instrument, sondern auch durch professionellen Gesang.
Dann kam Rukiye auf die Bühne und nahm Platz im leuchtend roten Ohrensessel. Zusammen mit den Stehleuchten (alles übrigens Spenden von Papenteichern) wirkte das sehr gemütlich. Doch bevor Rukiye mit Auszügen aus ihrem Buch begann, schilderte sie zunächst eigene Erlebnisse aus ihrer Kindheit als Tochter von türkischen Gastarbeitern. Diese Zeit war alles andere als gemütlich und in dem Buch “Helga und Latife”, das erkennbar autobiografische Züge hat, spiegelten sich diese Erlebnisse wieder.

Rukiye inmitten der bunten Spiellandschaft, die mittwochs das Reich der Kleinen ist.

Nach einem zweiten Musik-Block erfuhren wir Zuhörer dann durch weitere Auszüge aus den 15 Geschichten des Buchs immer mehr Details aus den Leben von Helga und Latife und lernten dabei auch Einiges über Gastarbeiter und deren Leben.
Passend dazu erzählte die Autorin auch von ihrem letzten Arbeitstag, an dem sie am 30. Oktober in Gifhorn eine Veranstaltung zu Ehren der Gastarbeiterinnen mit organisiert hatte.

Im letzten Teil des Programms hieß es dann Abschied nehmen von unserer Gleichstellungsbeauftragten, die rund 3 Jahre unsere Arbeit tatkräftig und engagiert unterstützt hat und die wir sicherlich sehr vermissen werden.

Doro Winter dankt Rukiye im Namen der Flüchtlingshilfe für 3 Jahre guter Zusammenarbeit.

Autorenlesung mit Rukiye Cankiran am 8. November

Genau 3 Jahre lang war sie die Gleichstellungsbeauftragte im Papenteich. Am 31.10.2025 beendete sie leider diese Tätigkeit, doch es gibt noch einmal die Gelegenheit, sie zu treffen, denn am kommenden Samstag, den 08.11.25 liest sie aus ihrem Buch “Helga und Latife”.
Die Veranstaltung wird musikalisch abgerundet durch Malte Winter aus Hannover, der aus Vordorf stammt.
Dazu gibt es ein besonderes Kuchen-Büfett nach Rezepten aus Rukiyes Buch, sowie Kaffee, Tee und Kaltgetränke.
Die Flüchtlingshilfe lädt alle Interessierten zu dieser Veranstaltung ganz herzlich ein, die Teilnahme einschließlich Büfett ist kostenlos.

Rukiye Cankiran kam am 01.11.2022 aus Hamburg in die Samtgemeinde Papenteich als neue Gleichstellungsbeauftragte. Zu ihrem Arbeitsbereich gehörte auch die Betreuung ehrenamtlich Tätiger und so wendete sie sich schon vor ihrem offiziellen Dienstantritt an die Flüchtlingshilfe. Auf Anhieb stimmte die Chemie. Rukiye hatte in Hamburg bereits eigene Erfahrungen in der Flüchtlingsbetreuung gesammelt und unterstützte uns in diesen drei Jahren sehr kompetent und engagiert mit Rat und Tat. Wann immer es ihre Termine erlaubten, war sie am Mittwochnachmittag im Magazin.
Schade, dass du gehst, Rukiye! Wir danken dir für deine Hilfe und Unterstützung, wir werden dich sehr vermissen!

Rukiye Cankiran

Die Organe des Vereins

  1. Die Mitgliederversammlung
    Sie tritt einmal im Jahr zur Jahreshauptversammlung zusammen.
  2. Der Vorstand
    Er wird in der Jahreshauptversammlung auf 2 Jahre gewählt und besteht aus mindestens 4 Mitgliedern:
    1. Vorsitzende(r)
    2. Vorsitzende(r)
    Kassenwart
    Schriftführer(in)
    Der Vorstand kann durch mehrere Beisitzer erweitert werden.
  3. Das Kernteam
    Es tritt etwa 4 mal im Jahr zusammen und unterstützt den Vorstand bei wichtigen Entscheidungen.

    Die bisherigen Vorstände:

    Erster Vorstand von 2017 bis 2021:
    Eva Leis (1. Vors.)
    Dorothea Winter (2. Vors.)
    Wolfgang Stindl (Kassenwart)
    Martina Behrens (Schriftführerin)

    Zweiter Vorstand von 2021 bis 2025:
    Heinrich Lagemann (1. Vors.)
    Dorothea Winter (2. Vors.)
    Wolfgang Stindl (Kassenwart)
    Martina Behrens (Schriftführerin)

    Dritter Vorstand seit 2025:
    Dorothea Winter (1. Vors.)
    Heinrich Lagemann (2. Vors.)
    Wolfgang Stindl (Kassenwart)
    Kathrin Schafberg (Schriftführerin)
Der aktuelle Vorstand: (von links) Doro Winter, Wolfgang Stindl, Kathrin Schafberg, Heinrich Lagemann

Innenministerin Behrens besucht das Magazin

Am Dienstag, den 21.10.25 hatten wir prominenten Besuch bei uns im Magazin. Die niedersächsische Innenministerin Frau Daniela Behrens besuchte uns in Begleitung mehrerer Mitarbeiter. Auch dabei waren der Landtagsabgeordnete Philipp Raulfs, sowie der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Stefan Konrad und die Meiner Bürgermeisterin Frau Heinsohn-Buchmann.

Rafat Ismail, Dorothea Winter, Ministerin Daniela Behrens, Wolfgang Stindl, Wolfgang Simon, MdL Philipp Raulfs (von links)

Dorothea Winter und Wolfgang Stindl vom Vorstand und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe hießen die Gäste herzlich willkommen, auch einige Geflüchtete waren gekommen, um über ihre Situation authentisch berichten zu können.
Nach einem Rundgang durch die Räume des Magazins und einem Besuch der Fahrradwerkstatt begann am runden Tisch ein gemeinsames Gespräch der Politiker mit dem Vorstand und den anwesenden Geflüchteten aus Syrien und der Ukraine. Vor allem Letztere wurden von der Ministerin direkt angesprochen und nach Dingen wie Aufenthaltsstatus, Arbeit, Berufswünschen, Hobbys und Schule befragt.

Referentin Lisa Marie Behrens, Stefan Konrad, Ministerin Daniela Behrens, Philipp Raulfs, Ute Heinsohn-Buchmann (von links)

Der Vorstand nutzte die Gelegenheit, um die Schwierigkeiten anzusprechen, mit denen wir häufig zu tun haben, zum Beispiel die hohen bürokratischen Hürden für eine Niederlassungserlaubnis, hohe Kosten bei Passbeschaffungen, lange Wartezeiten für Termine im Ausländeramt, Abschiebungen nach Italien im Rahmen des „Dublin-Abkommens“ oder der Tatsache, dass für in Deutschland geborene Kinder eine in Syrien ausgestellte (und dann ins Deutsche übersetzte) Geburtsurkunde angefordert wird. Der Vorstand hatte aber auch Positives zu berichten über die gute Zusammenarbeit der Flüchtlingshilfe mit Politik und Verwaltung in der Samtgemeinde und Erfolgen bei der Integration.
Frau Behrens lobte unsere Arbeit und wies darauf hin, dass ohne die Arbeit der Ehrenamtlichen die Integration nicht funktionieren würde.

Für Philipp Raulfs ist die Flüchtlingshilfe Papenteich bereits eine gut bekannte Institution.

Herr Raulfs, der sich aktuell um das Amt des Landrats bewirbt und der unsere Arbeit kennt und ebenfalls schätzt, nahm alle Probleme zur Kenntnis und versprach, uns auch als Landrat zu besuchen, wenn er gewählt werde. Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit durch diesen Besuch gesehen und gewürdigt wurde.

Politik, Flüchtlingshilfe und Geflüchtete auf Tuchfühlung.

Durch den Besuch von Frau Behrens sitzen jetzt 2 Ministerinnen im niedersächsischen Kabinett, die uns und das Magazin kennen, denn auch die Kultusministerin Frau Hamburg war vor Ihrer Zeit als Ministerin bei uns bereits zu Gast.

Professionelle Bewerbungsfotos

Wir bieten allen Geflüchteten die Anfertigung hochwertiger Fotos z.B. für Bewerbungen. Am Mittwoch, den 22.10.25 um 17:00 kommt zu diesem Zwecke ein professioneller Fotograf ins Magazin. Dieses Angebot ist für die Geflüchteten kostenlos.
Es werden keine biometrischen Passbilder angefertigt, wie man sie für Ausweise und Pässe benötigt.

Wir bitten alle Betreuer und Helfer der Flüchtlingshilfe, die von ihnen Betreuten auf diese Möglichkeit hinzuweisen.

Nachfolgend Info-Flyer in verschiedenen Sprachen zum Anschauen oder Herunterladen:

Herbstmarkt in Meine

Wie jedes Jahr am ersten Samstag im September fand am 06.09.25 auf dem Festplatz der 42. Meiner Herbstmarkt statt. Wie in den Jahren davor ließen wir es uns nicht nehmen, mit einem Stand Präsenz zu zeigen.
Als Motto hatten wir gewählt: “Was wäre, wenn du plötzlich deine Heimat verlassen musst und nur einen Koffer mitnehmen kannst?” – “Was packst du dann ein?” – “Was ist wichtig?”
Das ist für viele Menschen im Sudan, im Gazastreifen und anderen Regionen der Erde leider bittere Realität. Wir haben uns an die Bilder im Fernsehen gewöhnt, doch wie es wirklich ist, wenn man nur noch das hat, was man tragen kann und alles andere zurücklassen musste, das lässt sich als Zuschauer aus der Distanz wohl nur erahnen. Wir wollten es mit realen Koffern und diversen Gegenständen anschaulich machen. Für Kinder gab es die Möglichkeit, etwas auszuschneiden oder anzumalen.
Und alle waren eingeladen, sich mit einen Becher Saft oder Schorle zu erfrischen.

Ein paar Eindrücke:

Der Aufbau etwa um 9 Uhr
Fertig! Der Markt kann beginnen.
Erfrischungen für Besucher, getreu dem Motto “Bunte Vielfalt”
Von Besuchern “gepackte” Koffer.
Auch an die jüngeren Besucher wurde gedacht.
Unser Landtagsabgeordneter Philipp Raulfs überlegt, was er in den Koffer packt.
Es hat auch uns viel Spaß gemacht!

Sommerferien und Magazinöffnung

Auch in diesem Jahr werden wir während der Sommerferien eine kleine Pause im Magazin machen.

Vorher aber laden wir ein zu einer kleinen
Sommeranfangsfeier am 02.07.25 ab 17:00 Uhr.
Eine Woche später, am 09.07. öffnen wir mittwochs noch einmal, bevor die Sommerpause beginnt.

Das Magazin bleibt dann mittwochs geschlossen am 16.07., am 23.07. und am 30.07.
Ab August gelten dann wieder die normalen Öffnungszeiten.

Weltflüchtlingstag am 20. Juni

Wie jedes Jahr am 20. Juni ist heute Weltflüchtlingstag. Er erinnert daran, dass weltweit immer mehr Menschen auf der Flucht sind. Krieg, Vertreibung und Klimawandel sind die hauptsächlichen Fluchtursachen. Wie die Braunschweiger Zeitung am 13.06.25 schrieb, waren es am Jahresende laut UNHCR mehr als 123 Millionen Menschen, rund 7 Millionen mehr als im Vorjahr. Mit 14,3 Millionen ist der Sudan am stärksten betroffen, dahinter folgen Afghanistan (10,3 Mill.) und die Ukraine (8,8 Mill.). 60 Prozent dieser Menschen sind Binnenflüchtlinge, d.h., sie mussten ihre Heimatregion verlassen, leben aber noch im Herkunftsland.

Die neue Bundesregierung wurde auch für das Versprechen gewählt, Migration stärker zu begrenzen. Eine der Maßnahmen ist, den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte für zwei Jahre auszusetzen. Das betrifft beispielsweise Bürgerkriegs-Flüchtlinge. In Deutschland leben etwa 388.000 Menschen mit diesem Status, die allermeisten kommen aus Syrien, viele weitere aus Afghanistan und dem Irak.

Diese Menschen lernen wir in unserem Verein persönlich kennen, bekommen Einblick in die individuellen Lebenswege und Schicksale. Immer sind es Geschichten von Verlust. Besonders Familienväter machten sich bislang auf den Weg, um ihren Kindern irgendwann hier ein Leben ohne politische und gesellschaftliche Repressalien zu ermöglichen, häufig, nachdem der eigene Wohnraum und Wohnort im Heimatland schon längst zerstört wurde und sie alle finanziellen Mittel in den Fluchtweg und die übergangsweise Sicherung der zurückgelassenen, wartenden Familie investiert haben.

Wenn es jetzt nicht mehr möglich ist, ihre Familien nach jahrelangem Warten nachziehen zu lassen, stehen diese Menschen erneut vor einem Scherbenhaufen. Wir erleben noch einmal zerbrochene Biographien.

Für die Politik geht es beim Thema „Zuwanderung“ um Begrenzung und Aufnahmefähigkeit. Für viele Wähler zeigt dieser Schritt nun in die richtige Richtung, wenn man statt Einzelpersonen mit einem Schlag ganze Familien vom Zuzug abhalten kann. Und der Zustrom der letzten Jahre hat ja auch in vielen Bereichen bestehende Probleme sichtbar verschärft: Wir haben Wohnungsnot, die Gemeinden haben Geldnot, Arztpraxen sind überlaufen und überall fehlen Fachkräfte.

Allerdings sind unser Gesundheitssystem und unser Arbeitsmarkt bereits auf Zuwanderung angewiesen. Fast jede fünfte Pflegekraft kommt aus dem Ausland, rund 5.800 syrische Staatsbürger arbeiten als Ärzte in Deutschland. Längerfristig kann also der Zustrom helfen, die genannten Probleme zu verringern.

Auch wir als Flüchtlingshilfe möchten, dass Zuwanderung und Begrenzung in Deutschland klar und berechenbar gesteuert werden. Dafür ist ein langfristiges Konzept notwendig.
Unser Verein unterstützt seit fast 10 Jahren geflüchtete Menschen, die hier im Papenteich ankommen, und fördern ihre Integration. Doch aktuell werden wir mit den Enttäuschungen vieler konfrontiert, die sich schon gut integriert haben und arbeiten und die nun die Hoffnung auf Familienzusammenführung bis auf weiteres aufgeben müssen.

Aus diesem Grund hier nun zum Weltflüchtlingstag unsere Argumente für einen geregelten Nachzug:

  • Familiennachzug unterstützt die Integration. Die eigene Kernfamilie zu schützen und zu versorgen, ist ein Grundbedürfnis. Solange einen die Sorge um Familienmitglieder umtreibt, behindert dies den Spracherwerb und den Einstieg in die Berufswelt.
  • Familiennachzug ist Gewaltprävention. Familiäre Einbindung und Verantwortung ist generell ein kriminalitätshemmender Faktor. Einsamkeit, Frustration und soziale Abschottung führen dagegen sehr leicht in die Gewaltspirale.
  • Der bisherige Weg war geregelt und beschränkt. Wenn der offizielle Weg geschlossen wird, müssen wir mit verstärkter Schleuser-Kriminalität rechnen. Sichere Zugangswege sind die einzige Chance für Frauen und Kinder, sich nicht auf lebensgefährliche Wege begeben zu müssen.

„Es besteht kein Zweifel daran, dass die größten Tugenden rund um die Familie und das Zuhause geschaffen, gestärkt und aufrechterhalten werden.“ – Winston Churchill

Kathrin Schafberg, Doro Winter, Heinrich Lagemann