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Zukunftstag im Magazin

Früher hieß er einmal „Girls Day“, denn er war ursprünglich nur für die Mädchen vorgesehen, doch seit 2006 nehmen in Niedersachsen Jungen und Mädchen teil und er heißt seitdem „Zukunftstag“.
Als nun 4 Siebtklässler des PMG bei uns anfragten, ob sie diesen Tag bei uns absolvieren könnten, waren wir zunächst unsicher, ob wir als ehrenamtliche Organisation das bieten können, was mit diesem Tag beabsichtigt ist, nämlich jungen Menschen einen Einblick in berufliche Tätigkeiten zu geben, damit sie für ihre eigene Zukunft die richtigen Entscheidungen treffen.
Nach kurzer Diskussion sagten wir zu, denn die Integration von Geflüchteten und ehrenamtliche Hilfe für bedürftige Menschen wird für die Zukunft sicherlich eine Rolle spielen und den beruflichen Alltag künftiger Erwachsener eher noch stärker prägen als bisher. Dass der Zukunftstag ein Donnerstag war, passte gut, weil das auch der Wochentag ist, an dem wir Sachspenden annehmen und verarbeiten. Und so waren nun 3 Mädchen und ein Junge motiviert und interessiert dabei, sie sortierten Kleidung nach Art und Größe und ordneten sie in die Regale ein. Dabei lernten sie nebenbei auch einige ukrainische Frauen kennen, die donnerstags regelmäßig helfen.

Hanna, Sina, Tobias und und Christiane (von links) beim Einsortieren von Kinderkleidung

Auch für uns war es eine schöne Bereicherung, ein paar weitere junge Menschen kennenzulernen, die sich für unsere Arbeit interessieren.

Weitere Fotos:

Paula und Emma (von links) sortieren Babysachen
Eine weitere Kleidungsspende ist eingetroffen und kann verarbeitet werden

Am 1. Mai bleibt das Magazin geschlossen.

Der erste Mai fällt in diesem Jahr auf einen Mittwoch. Daher bleibt wegen des Feiertags das Magazin geschlossen. Da vermutlich nicht alle Geflüchteten diesen Feiertag auf dem Schirm haben, bitten wir alle Helferinnen und Helfer, ihre Schützlinge darauf aufmerksam zu machen.

In der Woche darauf ist der Donnerstag ein Feiertag, nämlich Himmelfahrt. Das bedeutet, dass wir dann keine Spenden annehmen werden.

Magazin und Fahrradwerkstatt bleiben in der Karwoche geschlossen.

Am Mittwoch, den 27.03.24, das ist der Tag vor Gründonnerstag, bleiben sowohl das Magazin als auch die Fahrradwerkstatt geschlossen.
Am Donnerstag, 28.03. werden auch keine Sachspenden angenommen oder verarbeitet, diese Pause vor den Feiertagen muss sein.
Wir haben dann gleichzeitig die 3. Woche des Ramadan und die 2. Schulferienwoche.
Es ist wichtig, dass alle Flüchtlinge dies wissen, damit nicht einige vergeblich kommen, wie dies leider vor Weihnachten der Fall war.

Weltfrauentag am 8. März

Es gibt ihn schon seit 1911, damals hatten Frauen in den meisten Ländern noch kein Wahlrecht. Das kam zum Beispiel in Deutschland und England 1918 nach Ende des ersten Weltkriegs, die skandinavischen Länder gingen diesen Schritt ein paar Jahre früher. Die Schweiz dagegen brauchte bis 1971.
Aber Benachteiligung von Frauen ist nicht nur eine Frage des Wahlrechts und nach mehr als 100 Jahren gibt es immer noch einige Baustellen, z.B. bei der unterschiedlichen Bezahlung im Job oder der ungleichen Belastung durch häusliche Arbeit. Was das zweite betrifft, so kann jeder einzelne von uns zu mehr Ausgewogenheit beitragen, nicht nur am Muttertag oder heute.

Diese Unausgewogenheit zeigt sich auch in der Flüchtlingshilfe, insbesondere dann, wenn man mal an einem Donnerstag ins Magazin geht. Dort wirken vormittags 2 Stunden lang die „Donnerstagsfrauen“, um die Spuren des Hochbetriebs während der Mittwochöffnung zu beseitigen und Sachspenden anzunehmen und einzusortieren. Alles Frauen, kein Mann dabei! Am Abend sind sie wieder dort, eigentlich für eine Stunde, aber daraus werden dann oft auch 1,5 oder 2 Stunden, weil noch nicht alles weggeräumt ist oder noch etwas gereinigt werden muss.

Umräumen am Samstag, 24. Februar: Irmgard, Monika, Christiane, Beate und Isabell (von links)

Am 23. und 24. Februar, also an einem Wochenende trafen sie sich zu einem Sondereinsatz, um Winterkleidung einzulagern und Sommerkleidung aus dem Lager zu holen.
Unser gut ausgestattetes und immer wieder sauberes und aufgeräumtes Magazin beeindruckt stets Besucher, die zu uns kommen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es ohne die „Donnerstagsfrauen“ aussähe!

Auch der ehrenamtliche Deutschunterricht wird zurzeit ausschließlich von Frauen erteilt.
Gut, dass wir noch die Fahrradwerkstatt haben, wo ein ausnahmslos männliches Team Woche für Woche eine tolle Arbeit macht. Sie wirken der Unausgewogenheit der Geschlechter bei unserer ehrenamtlichen Arbeit ein wenig entgegen.

Unter dem Strich haben aber die Frauen den größeren Anteil an unserem erfolgreichen Wirken, das zumindest sollte am heutigen Tag einmal deutlich hervorgehoben und in den 364 Tagen bis zum nächsten internationalen Frauentag nicht vergessen werden.  

Heinrich Lagemann

Ein paar weitere Bilder:

24.02.24: Jedes Kleidungsstück wird begutachtet und dann einsortiert.
Weitere Donnerstagsfrauen im Juli 2023, hier die Vormittagsschicht. Mit dabei auch 5 Ukrainerinnen.
Am selben Tag, die Nachmittagsschicht

2 Jahre Krieg in der Ukraine

Graue Wolken über der ukrainischen Flagge

Tatsächlich befindet sich die Ukraine bereits seit 10 Jahren im Krieg. Am 27. Februar 2014 besetzten russische Soldaten völkerrechtswidrig die Krim, parallel dazu initiierte und unterstützte Russland den bewaffneten Kampf von Separatisten in der Region Donbas im Osten des Landes. Der Versuch, durch das Minsker Abkommen am 12. Februar 2015 das Blutvergießen zu beenden, scheiterte, weil dieses Abkommen von beiden Seiten nicht eingehalten wurde. Mehr als 10.000 Menschen haben in diesem Konflikt bis 2021 ihr Leben verloren.

Am 24.02.2022 hat dieser Krieg eine neue Dimension bekommen, die sich massiv auch auf unser Leben in Deutschland auswirkt. Der von einigen befürchtete und von vielen nicht für möglich gehaltene Überfall russischer Truppen auf die gesamte Ukraine zielte darauf ab, die Souveränität des Landes zu vernichten und es zu einem Teil Russlands zu machen.
Wer hat hier in Deutschland in diesen Tagen nach dem 24. Februar noch geglaubt, dass die Ukraine dieser scheinbaren Übermacht standhalten könne? Doch wir alle, und auch der russische Diktator Putin wurden eines Besseren belehrt. Eine 60 km lange Kolonne von Panzern und Soldaten, die sich auf Kiew zubewegte, um die Hauptstadt einzunehmen und die demokratisch gewählte ukrainische Regierung abzusetzen, blieb im entschlossenen Widerstand der Ukrainer stecken. Aus einer „militärischen Operation“, die auch nach Meinung westlicher Experten in wenigen Wochen mit der Kapitulation der Ukraine beendet sein würde, wurde ein langer Krieg, in dem den ukrainischen Verteidigern im ersten Kriegsjahr überraschende militärische Erfolge gelangen. Leider konnten diese Erfolge im zweiten Kriegsjahr nicht fortgesetzt werden. Die Frontlinie bewegt sich seit Monaten kaum noch, wobei die ukrainischen Truppen vor allem wegen des Mangels an Waffen und Munition den Angreifern deutlich unterlegen sind. Diese materielle Unterlegenheit gleichen sie durch ihren Mut und ihre Entschlossenheit aus, sich nicht zu Sklaven einer Diktatur machen zu lassen. Und so sterben weiter täglich Menschen an der Front und in den bombardierten ukrainischen Städten, ohne dass eine Seite dabei nennenswert vorankommt.

An die vielen Opfer denken wir heute am 2. Jahrestag und sind gleichermaßen ohnmächtig und ratlos.  Doch wir können den vielen ukrainischen Kriegsflüchtlingen helfen, die nun seit fast 2 Jahren auch bei uns im Papenteich leben. Sie zu unterstützen und ihnen bei ihren Sorgen zuzuhören, ist das, was wir leisten können und weiterhin leisten werden.

Heinrich Lagemann
       

Aufenthaltserlaubnis für Ukrainer wird automatisch verlängert.

Eine ablaufende Aufenthaltserlaubnis ukrainischer Schutzsuchender wird automatisch bis zum 04.03.2025 verlängert, ohne dass dazu ein Antrag gestellt werden muss und ohne dass diese Verlängerung in das Dokument eingetragen wird. Das heißt, auch abgelaufene elektronische Aufenthaltstitel haben weiterhin Gültigkeit. Dies wurde im Bundesgesetzblatt vom 04.12.23 geregelt. Leichter verständlich als der sperrige Gesetzblatt-Text ist die Information vom 11.12.23

Diese automatische Verlängerung gilt leider nur für ukrainische Geflüchtete.
Für betroffene Personen könnte es sinnvoll sein, ein Exemplar des Bundesgesetzblattes mit sich zu führen, um im Falle einer Kontrolle auf diese Regelung verweisen zu können.

Spielend miteinander Deutsch lernen

Jeden Dienstag kann man im Magazin zwischen 16:00 und 18:00 Uhr verschiedene Spiele ausprobieren und dabei deutsch lernen und sprechen.

Auch bei den Hausaufgaben helfen wir euch dabei. Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler, begleitende Eltern sind willkommen.

Ich freue mich auf euch, Martina Schriewer

Christmas Open Hour

Eine kleine Weihnachtsfeier vor dem Magazin

2022 hatten wir uns am “Lebendigen Adventskalender” in Meine beteiligt. Es wurde eine sehr schöne Feier, die wir dieses Jahr wiederholen wollten. Der lebendige Adventskalender kam nicht zu Stande, so machten wir es am 15.12.23 unabhängig von diesem Rahmen, aber auf ähnliche Weise wie letztes Jahr. Und auch dieses Mal wurde es wieder eine stimmungsvolle Veranstaltung mit Glühwein, Punsch und vielen leckeren Köstlichkeiten, die vor allem unsere Ukrainerinnen mitgebracht hatten.

Glühwein, alkoholfreier Punsch und viele Leckereien

Insgesamt waren es 50 bis 60 Personen, die sich in der Zeit von 18:00 bis etwa 20:00 vor dem Magazin einfanden, die Gelegenheit zu einem lockeren Gespräch am Feuerkorb nutzten und dafür sorgten, dass die Teller leer wurden. Höhepunkt des Abends war wieder der Gesangsauftritt von Mariia, auf den wir allerdings etwas warten mussten, denn sie kam erst spät von der Arbeit.

Mariia singt Lieder auf Ukrainisch und Englisch
Dem Publikum gefällt´s – das Warten hat sich gelohnt!

Mit “Christmas Open Hour” beenden wir in diesem Jahr unsere Aktivitäten, das Magazin bleibt in der Woche vor Weihnachten und auch in den folgenden beiden Wochen geschlossen. Erst nach dem 08. Januar 2024 geht es wie gewohnt weiter.

Weitere Fotos:

Die Polizei war bei uns.

Im ersten Moment denkt so mancher bei dieser Überschrift etwas Falsches. Die beiden Polizeibeamten waren nämlich nicht da, weil es bei uns eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat gab, sondern sie stellten sich und ihre Arbeit in kurzweiligen 2,5 Stunden vor. Dabei lernten wir unter anderem auch, was der Unterschied zwischen einer Ordnungswidrigkeit und einer Straftat ist und noch vieles mehr.

Frau Jäger und Herr Ahne berichten von ihrer Arbeit

Die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde, Rukiye Cankiran, hatte die Veranstaltung organisatorisch vorbereitet und die Flüchtlingshilfe sorgte mit Getränken und Snacks für den Rahmen. Etwa 45 Personen waren gekommen, in der Mehrzahl syrische und ukrainische Geflüchtete.
Die kleineren Kinder wurden während der Veranstaltung von eigens dafür engagierten Betreuerinnen beschäftigt.
Im Kreis Gifhorn gibt es 10 Standorte der Polizei. Die Polizeiinspektion in Gifhorn ist mit rund 400 Personen, darunter 360 Polizeibeamte, der größte Standort. Weiterhin gibt es 3 Polizeikommissariate in Meine, Meinersen und Wittingen und schließlich 6 Polizeistationen. Die Stationen sind im Gegensatz zu den Kommissariaten nicht rund um die Uhr besetzt.
Ein Ziel der Veranstaltung wurde durch das sympathische Auftreten der beiden Beamten schnell erreicht, nämlich die Polizei nicht als autoritäre Obrigkeit zu sehen, sondern als Menschen, denen man vertrauen kann.
Den breitesten Raum nahm die Darstellung der persönlichen Rechte, der Befugnisse der Polizei und der Konsequenzen bei Verstößen gegen Gesetze und Regeln ein. Diese Darstellungen wurden in kleinen Einheiten präsentiert und dann jeweils von Dolmetschern ins Arabische und Ukrainische übersetzt. Dabei kam es manchmal zu kleinen Streitgesprächen, wenn arabisch sprechende Anwesende nicht ganz mit der Übersetzung des Dolmetschers einverstanden waren. Besonders bei den Rechten von Frauen und beim Thema der sexuellen Selbstbestimmung wurde die Diskussion sehr lebhaft.
Die Jugendlichen wiederum beteiligten sich mit Fragen und engagierten Diskussionsbeiträgen, als es um ihre Rechte ging. Zu Konflikten im Schulbus und dem Umgang mit dem Handy konnten sie Fälle aus ihrer eigenen Erfahrung einbringen.
Auf diese Weise wurden die eigentlich vorgesehenen 2 Stunden schnell um eine halbe Stunde überschritten.
Sowohl Frau Jäger und Herr Ahne, als auch Frau Cankiran und wir als Flüchtlingshelfer waren mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden.

Ein paar Bilder:

Zufrieden mit einer gelungenen Veranstaltung!

Weihnachtspostamt 2023

Unser Weihnachtspostamt ist mittlerweile Tradition geworden. Auch 2023 möchten wir den geflüchteten Kindern zu Weihnachten mit einem Geschenk eine Freude machen.

Im Vergleich zu 2022, als 96 Kinder beschenkt wurden, rechnen wir dieses Jahr damit, dass wir 3-stellig werden. Dass wir die Zahl noch nicht genau kennen, liegt daran, dass bis Weihnachten mit weiteren Zuweisungen zu rechnen ist.
Nach bewährtem Muster dürfen alle Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre auf einen Wunschzettel zwei Wünsche schreiben, einer der Wünsche wird dann im Weihnachtspostamt erfüllt. Die Wünsche dürfen jeweils nicht mehr als 30 Euro kosten. Damit haben wir uns der allgemeinen Preissteigerung angepasst, denn in den vergangenen 7 Jahren lag das Limit bei 25 Euro.

Wer uns unterstützen möchte, indem er/sie ein oder mehrere Geschenke sponsert, kann das gern durch eine Spende machen (Stichwort „Weihnachtspostamt“). Oder er/sie besorgt nach Absprache mit uns selbst das gewünschte Geschenk und kann es auch selbst überreichen, falls gewünscht (Kontakt über unser E-Mail-Postfach). (mehr …)